KiKA retten - Kinderprogramm im Fernsehen erhalten
Der Landesschüler:innenrat Niedersachsen kritisiert die geplante Reduzierung des Kinderprogramms KiKA auf ein reines Onlineangebot deutlich. Wichtige Angebote wie "Logo!" müssten im konventionellen Fernsehen enthalten bleiben und dürften keinen Sparmaßnahmen zum Opfer fallen.
17.11.2025 Niedersachsen Pressemeldung Landesschüler:innenrat NiedersachsenGerade für Schülerinnen und Schüler sind diese Programme ein zentraler Bestandteil, um Medienkompetenz zu entwickeln und niedrigschwellig politische Bildung zu erfahren.
Mit dem Reformstaatsvertrag, den der Niedersächsische Landtag am Dienstag als einer der letzten Bundesländer beschließt, legen die Bundesländer die Grundlage für die Reform des öffentlichen Rundfunks. Dabei ist vorgesehen, dass zahlreiche Programme, darunter auch Kinder- und Jugendangebote, unter anderem aus Kostengründen vorrangig ins Internet verlagert werden. Die Landesschülervertretungen warnen jedoch, dass dadurch der niederschwellige Zugang für Kinder und Jugendliche verloren geht und die Bildungsfunktion von Programmen wie "Logo!" erheblich eingeschränkt würde.
"Wenn KiKA nur noch online verfügbar ist, verlieren viele Schülerinnen und Schüler den einfachen Zugang zu wichtigen Bildungsinhalten. Fernsehen erreicht alle, unabhängig von Einkommen oder technischer Ausstattung.", erklärt Marie Sievers, stellv. Vorsitzende des Landesschülerrats Niedersachsen.
Der Landesschülerrat Niedersachsen fordert daher, dass KiKA weiterhin im klassischen Fernsehprogramm verfügbar bleibt, um Bildung, Information und politische Bildung auf Augenhöhe für alle Kinder sicherzustellen. Sparmaßnahmen dürften nicht auf Kosten der jungen Zuschauerinnen und Zuschauer umgesetzt werden.
"Neben der dringend notwendigen Stärkung von Medienkompetenz in Niedersachsens Schulen ist KiKA für junge Schülerinnen und Schüler weit mehr als Unterhaltung. Der Sender ist ein Lernort für Medienkompetenz und politische Bildung. Wir dürfen nicht zulassen, dass diese Chance für Schülerinnen und Schüler durch Sparpolitik verloren geht.", ergänzt Matteo Feind, Vorsitzender des Landesschülerrats Niedersachsen.
Damit der Reformstaatsvertrag in Kraft tritt, müssen alle Landesparlamente zustimmen. Nur noch Niedersachsen und Brandenburg haben die Möglichkeit, den Reformstaatsvertrag abzulehnen und damit das Angebot von KiKA im klassischen Fernsehen zu erhalten.
Sollte der Reformstaatsvertrag trotz der Reduzierung des Kinderprogramms angenommen werden, fordert der LSR die Landesregierung nachdrücklich auf, nachzubessern und sich für den Erhalt von KiKA im konventionellen Fernsehen einzusetzen.
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