Klare Positionen der Lehrer- und Elternverbände für Verbesserungen im bestehenden System, für kleinere Klassen, mehr Lehrer und Talentförderung an allen Schularten
"Die überwiegende Mehrheit der bayerischen Lehrkräfte und Eltern spricht sich in sechs Positionen zur bayerischen Schulpolitik ohne Einschränkungen für das hocheffiziente gegliederte Schulwesen in Bayern aus. Aber ebenso nachdrücklich fordern wir sehr viel höhere Bildungsinvestitionen, die zu deutlichen Verbesserungen an den allgemein- wie an den berufsbildenden Schulen führen. Im bestehenden System wollen wir die Unterrichts – und Betreuungsqualität an den bayerischen Schulen durch kleinere Klassen, mehr Lehrkräfte, zusätzliches Betreuungspersonal und den bedarfsgerechten Ausbau des Ganztagesangebots erhöhen. Eine Kernforderung ist die enge Zusammenarbeit von Lehrkräften und Eltern mit einem intensiven Beratungsangebot für Eltern über die schulischen und beruflichen Perspektiven und das Entwicklungspotenzial jedes einzelnen Kindes." Mit dieser kurzen Beschreibung der Positionen von Eltern und Schülern zur Schulpolitik in Bayern im Herbst 2008, die heute an Kultusminister Siegfried Schneider in München übergeben werden, fordern die unterzeichnenden Eltern- und Lehrerverbände die Politiker in Bayern auf, die bayerischen Schüler endlich in Ruhe an den verschiedenen Schularten arbeiten zu lassen und sie nicht für längst überholte und gescheiterte Schulversuche zu missbrauchen.
11.09.2008 Bayern Pressemeldung Verband Reale BildungWir treten ohne Einschränkungen im Interesse einer leistungsorientierten und begabungsgerechten individuellen Förderung für das komplette Schulangebot an Eltern und Kindern ein. Wir wissen durch alle Untersuchungen und durch die bitteren Erfahrungen in anderen Bundesländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit, dass Bayern in der Bildungspolitik führend ist. Aber wir haben Verbesserungsbedarf und dafür treten wir mit unseren Positionen ein, so etwa mit der Forderung nach höherer Durchlässigkeit und dem weiteren Ausbau des beruflichen Bildungsweges, der ebenfalls im Sinne der Chancengerechtigkeit alle Möglichkeiten bietet.
Mit seinem Aufruf: "Hände weg von den Haupt-, Wirtschafts-, Realschülern und Gymnasiasten – gegen Einheitsschüler, Einheitsschule und Einheitslehrer" appelliert abl-Präsident Anton Huber für ein Ende der leidigen Schulstrukturdebatte, welche die Vernichtung von Hauptschule, Wirtschaftsschule, Realschule und Gymnasium in Bayern zum Ziel habe. Anton Huber abschließend: "Wer ehrlich mit der bayerischen Bevölkerung umgeht, der soll sagen, dass er mit "Eine Schule für alle", mit Einheitsschule, mit Regionalschule, also mit der Gesamtschule die Abschaffung der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums vorhat.
- LandesElternVereinigung der öffentlichen Wirtschaftsschulen in Bayern e.V. (LEV-WS)
- Landeselternverband Bayerischer Realschulen e.V. (LEV-RS)
- Elternvereinigung an den Gymnasien und Realschulen der Orden und anderer freier kath. Schulträger in Bayern (EVO)
- Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e.V. (LEV)
- Landeselternvereinigung der Fachoberschulen Bayerns (LEV FOS)
- Bayerischer Realschullehrerverband (brlv)
- Bayerischer Philologenverband (bpv)
- Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern (KEG)
- Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (vlb)
Der Arbeitsgemeinschaft bayerischer Lehrerverbände (abl) gehören der Bayerische Philologenverband (bpv), der Bayerische Realschullehrerverband (BRLV), die Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern (KEG) und der Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB) an. Die in der abl zusammengeschlossenen Verbände vertreten die Interessen von rund 45 000 Lehrkräften.
Aus der ARGE EVB die LandesElternVereinigung der öffentlichen Wirtschaftsschulen in Bayern e.V. (LEV-WS), Landeselternverband Bayerischer Realschulen e.V. (LEV-RS), Elternvereinigung an den Gymnasien und Realschulen der Orden und anderer freier katholischer Schulträger in Bayern (EVO), Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e.V. (LEV),
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