Bewerbersituation

Klaubert für ehrliche Debatte um Lehrereinstellungen

Im Vorfeld der heutigen Landtagssitzung wirbt Thüringens Bildungsministerin Birgit Klaubert für eine ehrliche Debatte.

11.08.2016 Thüringen Pressemeldung Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
  • © Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

„Es hilft uns weder, die Bedingungen schwarz zu malen, noch sie rosarot darzustellen. Das wird der Situation in den Schulen nicht gerecht. Die 500 unbefristeten Neueinstellungen pro Jahr sind ein richtiger und wichtiger Schritt – sehr viel mehr als alle Landesregierungen vor uns geleistet haben. Gleichwohl gibt es Licht und Schatten bei der Bewerbersituation. Es gibt Unterschiede zwischen den Städten und dem ländlichen Raum, genauso wie bei den Schularten. Um die Debatte weiter zu versachlichen, machen wir auch die Bewerberzahlen transparent. Die Frage, wie wir Thüringen für junge Lehrerinnen und Lehrer attraktiv machen können, geht letztlich alle an.“
 
Die Bewerberdaten – die keine Mehrfachbewerbungen enthalten – machen deutlich, dass es rechnerisch zu den beiden Einstellungsterminen ausreichend Bewerberinnen und Bewerber gibt. Allerdings gäbe es einige Fächerkombinationen für die in bestimmten Gebieten zu wenige Bewerbungen vorliegen. Darunter fallen etwa im Grundschulbereich die Fächer Englisch, Sport und Musik oder an den Förderschulen die Förderschwerpunkte Lernen und geistige Entwicklung.
 
„Wer suggeriert, dass sich diese komplexe Aufgabe per Knopfdruck lösen ließe, macht den Bürgerinnen und Bürgern etwas vor“, so Klaubert. Stattdessen müsse ein abgestimmtes Konzept auf den Tisch, das Fragen der Studienorientierung, der Besetzungsverfahren und der Attraktivität des Lehramts in den Blick nimmt.
 
Bildungsministerin Klaubert arbeitet an einem Bündel von Maßnahmen, um mehr Bewerberinnen und Bewerber für die offenen Stellen zu bekommen: „In einem Brief an die ostdeutschen Bildungsminister werde ich vorschlagen, dass wir uns gemeinsam über die Frage der Einstellungsbedingungen austauschen. Schließlich stehen wir alle vor ähnlichen Herausforderungen. In der Landesregierung ist vereinbart, dass wir uns über die Frage von Verbeamtungen verständigen. Wie der Ministerpräsident bin ich der Auffassung, dass junge Menschen beim Berufsstart nach Perspektiven suchen und eine Verbeamtung ist eine solche Perspektive. Und schließlich brauchen wir langfristig mehr Studienabsolventen im Lehramt Regelschule. Deshalb machen wir Studieninteressierte für die Lehrämter bereits frühzeitig auf Perspektiven des Lehrerberufs aufmerksam. Hierzu zählt auch die Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsministerium an gezielten Angeboten der Studienberatung.“

© Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

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