Bildungsgipfel

Ministerin Klaubert und tlv-Vorsitzender Busch: "Gemeinsam die Bedingungen für gute Bildung verbessern"

"Für die zukünftigen Herausforderungen in der Bildung brauchen wir professionelle und gut ausgebildete Lehrkräfte. Auf unsere Lehrerinnen und Lehrer kommt es an, wenn es um den Bildungserfolg junger Menschen geht. Sie vermitteln nicht nur Fachwissen, sondern sie geben unseren Kindern Werte mit. Unser Ziel ist, die Bedingungen für gute Schule in Thüringen weiter zu verbessern."

07.03.2016 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium
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Das unterstreicht Thüringens Bildungsministerin Birgit Klaubert. Gemeinsam mit dem Landesvorsitzenden des Thüringer Lehrerverbands, Rolf Busch, sowie Martin Seelig vom Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien nahm sie Ende vergangener Woche am "International Summit on the Teaching Profession" in Berlin teil. Mehr als 400 Teilnehmer aus Politik und Praxis aus 24 Ländern haben sich auf dem Kongress über die Fortentwicklung des Lehrerberufs ausgetauscht.

Klaubert betont: "Auf dem Kongress wurden zwei Grundlinien deutlich. Die weltweiten Wanderungs- und Flüchtlingsbewegungen stellen die Bildungssysteme vor neue große Herausforderungen. Zum anderen müssen alle, die für Bildung Verantwortung tragen, eigene überzeugende Antworten finden. Vor diesem Hintergrund arbeiten wir weiter intensiv daran, dass Thüringer Lösungen gute Lösungen sind, die im Bildungserfolg ihren Ausdruck finden. Wir wollen Lehrer stärker dabei unterstützen, Qualitätsverantwortung zu übernehmen, zum Beispiel beim Entwicklungsvorhaben eigenverantwortliche Schule, bei der Einbindung kommunaler Partner in den Schulbetrieb oder bei der Beschulung von Flüchtlingskindern", so die Ministerin. "Lehrerinnen und Lehrer brauchen die Freiheit, Bildungsprozesse individuell gestalten zu dürfen. Dafür wollen wir weiter gute Rahmenbedingungen schaffen. Ich zähle dabei auf unsere Lehrer, die sich den Aufgaben mit großem Engagement stellen."

"Vorsichtigen Optimismus" hegt der Thüringer Lehrerverband nach dem internationalen Gipfel zum Lehrerberuf. "Der Kongress hat aus verschiedenen Blickwinkeln eindrucksvoll gezeigt: Die Ziele der Regierungen und der Lehrerverbände liegen viel näher beieinander, als manche denken", fasst Rolf Busch seine Eindrücke zusammen. Der tlv-Landesvorsitzende ist auch der 1. Stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), der neben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Kultusministerkonferenz (KMK) zu den nationalen Gastgebern gehörte.

Busch, der als offizieller Vertreter des VBE beim Gipfel in Berlin war, traf dort auf die Thüringer Bildungsministerin Birgit Klaubert. Es sei ein angenehmes Zusammentreffen gewesen, so Busch. "Die Schlussfolgerungen, die auf dem ISTP gezogen wurden, sprechen auch den Thüringer Lehrerinnen und Lehrern aus der Seele. Es tat gut zu sehen, dass auch auf Seiten der Politiker die Zeichen der Zeit erkannt werden. Jetzt kommt es darauf an, den Worten Taten folgen zu lassen."

Für dringende Problemfelder der Thüringer Bildungspolitik wie die Inklusion, die Integration der Flüchtlingskinder, den Lehrermangel und die damit verbundenen gesundheitlichen Gefahren für die Pädagogen müssten deshalb zeitnah praxisorientierte Lösungen gefunden werden. "Eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist eine wichtige Grundlage für den Erfolg", ist Busch sich sicher. "Denn dauerhaft gute Bildung für alle Schülerinnen und Schüler in Thüringen wird nur möglich, wenn wir an einem Strang ziehen. Der tlv ist dazu bereit, die neu geschlagenen Brücken intensiv auszubauen."


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