Kooperation von Haupt- und Realschulen soll intensiviert werden / Gemeinsamer Unterricht in Klassen 5 und 6 möglich

"Die Weichen für eine erfolgreiche Schulkarriere werden in frühen Jahren gestellt. Mit dem Bildungshaus für Drei- bis 10-Jährige haben wir ein innovatives Konzept für gemeinsames Lernen im frühkindlichen Bereich entwickelt." Mit diesen Worten kommentierte Kultusminister Helmut Rau MdL die Forderung von FDP-Fraktionschef Ulrich Noll nach Einführung einer sechsjährigen Grundschule. "Wer die Grundschule auf sechs Jahre verlängert, verkürzt das Gymnasium um zwei Jahre und beschädigt unser erfolgreiches Konzept der Gymnasien."

19.09.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

In den Bildungshäusern werde die Kooperation zwischen Kindergärten und Grundschulen so eng miteinander verzahnt, dass ein durchgängiger Bildungsweg entstehe. Kernelement des Modellversuchs seien jahrgangsübergreifende Lern- und Spielgruppen. "Die unterschiedlichen Talente von Kindern können in einem Bildungshaus frühzeitig entdeckt und gezielt gefördert werden. Das passt besser in eine Zeit individualisierter Bildungsbiografien als eine allgemeine Verlängerung der Grundschulzeit für alle Kinder", betonte der Kultusminister.

Rau verwies auch darauf, dass die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Realschulen im Rahmen von Schulverbünden weiter intensiviert werden soll. Das schließe gemeinsamen Unterricht in den Klassen 5 und 6 ein. Dies sei ein Beitrag dazu, die Durchlässigkeit des Schulsystems weiter auszubauen.


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