Saarland

Kooperationsjahr Kindergarten-Grundschule wird ausgeweitet

Das Kooperationsjahr Kindergarten-Grundschule wird zum Schuljahr 2011/2012 ausgeweitet. Dies hat der saarländische Bildungsminister Klaus Kessler heute Vormittag anlässlich seines Besuches an dem evangelischen Kindergarten Markuskirche, der mit der Grundschule Füllengarten in Saarbrücken-Burbach kooperiert, angekündigt.

05.05.2011 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

"Erste Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleituntersuchung weisen darauf hin, dass sich die neue systematische Zusammenarbeit von Kindergarten, Grundschule und Elternhaus im letzten Kindergartenjahr positiv auf die Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule auswirkt. Aus diesem Grund bin ich sehr froh, dass wir diese nachhaltige Verzahnung der beiden Bildungsinstitutionen ab dem kommenden Schuljahr an weiteren 19 Grundschulstandorten und 43 kooperierenden Kindergärten ermöglichen können. Saarlandweit bieten dann insgesamt rund 40 Grundschulen und knapp 100 Kindergärten das Kooperationsjahr an", sagte Kessler.

Im Kooperationsjahr werden Kinder, die das letzte Kindergartenjahr besuchen, in ihrem Kindergartenalltag gemeinsam von Erziehern/Erzieherinnen und Grundschullehrern/Grundschullehrerinnen ein Jahr lang in vier Wochenstunden altersgerecht auf den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule vorbereitet. Seit dem 16. August 2010 nehmen bereits 20 saarländische Grundschulen und 58 kooperierende Kindergärten im Rahmen einer Pilotphase an der Umsetzung des Kooperationsjahres teil.

Minister Kessler nutzte seinen Besuch an dem Kooperationskindergarten Markuskirche dazu, sich bei allen Beteiligten für das große Engagement, das diese in der Pilotphase aufgebracht haben, zu bedanken. "Die Pädagogen aus beiden Berufsgruppen leisten hier gemeinsam mit den Eltern Pionierarbeit. Es ist beeindruckend, mit welchem Fachverstand und mit welcher konstruktiven, zeitintensiven Teamarbeit sie das ein oder andere unerwartete Problem gemeistert haben", hielt Kessler fest.

Dass die an den Kooperationen teilnehmenden Lehrer/innen, Erzieher/innen und Eltern Beachtliches geleistet haben, spiegeln laut Kessler die ersten wissenschaftlichen Erkenntnisse wider, die man aus der laufenden Evaluation des Kooperationsjahres durch die sozialwissenschaftliche Fakultät der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes gewonnen hat. So sei beispielsweise durch die gemeinsame Gestaltung von Lernarrangements und durch das frühzeitige Kennenlernen der Bildungseinrichtung Schule als neue Lernstätte das Selbstbewusstsein der Kinder gestärkt worden. Zudem gäbe es erste Hinweise darauf, dass sich auch die Eltern auf die Übergangssituation besser vorbereitet fühlen. "Durch die frühe Verzahnung von Kindergarten und Grundschule verbessern wir die Möglichkeiten der Diagnostik sowie der frühen Förderung und gleichen damit auch bestehende Bildungsbenachteiligungen schon im Kindergarten aus. Mit dem Kooperationsjahr wollen wir mehr Bildungskontinuität und vor allem mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen", hob Kessler abschließend hervor.


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