Kopfrechnen, Rechtschreibung und keine Orientierungsstufe
(bikl) Schülerinnen und Schüler sollten wieder mehr im Kopf rechnen, forderte heute der sächsische Kultusminister Mannsfeld. So angenehm und vielfach sinnvoll der Gebrauch des Taschenrechners auch sei - er dürfe nicht auf Kosten der geistigen Beweglichkeit gehen, erklärte er in Dresden. "Kopfrechnen fördert die Gedächtnisentwicklung der Schüler und ihr logisches Denken." Beinahe zeitgleich nutzten die Kultusminister von Sachsen und Niedersachsen das Ende der Schulferien, um auf die Errungenschaften ihrer Schulpolitik aufmerksam zu machen.
19.08.2004 ArtikelWährend der sächsische Kultusminister auf das reguläre Unterrichtsfach Englisch ab der dritten Klasse hinwies, stellte Kultusminister Busemann in Hannover das niedersächsische Schulsystem nach der Abschaffung der Orientierungsstufe als modern gegliedert, durchlässig und wohnortnah vor. Erstmals wechseln hier die Schüler wieder nach der vierten Grundschulklasse in eine der weiterführenden Schulen. Die konnten heute drei neue Jahrgänge mit insgesamt 251.440 Schülerinnen und Schüler begrüßen, nämlich die Kinder der 5., 6. und 7. Klassen.
Sachsens Kultusminister äußerte sich auch eindeutig zur Rechtschreibreform. "Die sächsische Haltung ist glasklar: Es gibt kein Zurück zur alten Rechtschreibung! Das wäre Schülern, Lehrern und Eltern gegenüber nicht fair", erklärte er. Zu der aktuellen Diskussion um die Reform, die unter anderem von Niedersachsen Ministerpräsident Wulff losgetreten worden war, äußerte sich dessen Kultusminister allerdings nicht.
Weiterführende Links
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