Künftig gleiche Entlastung für Schulleitungen von Gesamtschulen, Gymnasien und Berufskollegs

Für Schulleitungen an Gesamtschulen sollen ab dem Schuljahr 2007/2008 die gleichen Rahmenbedingungen wie für ihre Kollegen an anderen Schulformen gelten.

07.11.2006 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Die rot-grüne Vorgängerregierung hatte Leitungen von Gesamtschulen über das übliche Maß hinaus so genannte Entlastungsstunden gewährt, nämlich im Umfang von 0,25 Wochenstunden je Lehrerstelle. Diese haben landesweit einen Umfang von rund 120 Lehrerstellen, die nicht mehr für den Unterricht zur Verfügung stehen. "Wir wollen die Leitungen von Gesamtschulen weder besser noch schlechter behandeln als diejenigen von Gymnasien oder Berufskollegs", erklärte Schulministerin Barbara Sommer im Zuge der laufenden Haushaltsverhandlungen.

Die Stellen sollen auch nicht eingespart werden, versprach die Schulministerin: "Wir werden sie verwenden, um 100 Sozialpädagogen an den Förderschulen, die von der alten Landesregierung nur befristet eingestellt wurden, künftig dauerhaft auf regulären Planstellen zu führen."

Die alte Landesregierung hatte die Bevorzugung der Gesamtschulen mit besonderen Differenzierungsaufgaben begründet. Diese kommen jedoch nicht nur an Gesamtschulen vor. Auch an Gymnasien aber vor allem an Berufskollegs besteht ein hoher Differenzierungsbedarf mit unterschiedlichen Kursen und Angeboten. Künftig soll die Berechnung der Schulleiterpauschale für Gesamtschulen, Gymnasien und Berufskollegs nun nach dem gleichen Verfahren laufen.

"Wir wissen, dass viele Gesamtschulen - anders als Gymnasien und Berufskollegs - als Ganztagsschulen geführt werden", so Ministerin Sommer. "Bei der Bemessung der Schulleitungsentlastung wird weiterhin der Ganztagszuschlag gewährt. Deshalb werden künftig fast alle Gesamtschulen auch weiterhin eine höhere Entlastung haben als Gymnasien und Berufskollegs, da sie Ganztagsschulen sind."

Grundsätzlich unterstützt die neue Landesregierung die Managementleistungen der Schulleitungen. Ab dem ersten August 2006 erhält jede Schule eine weitere Entlastungsstunde für die Schulleitung, was landesweit rund 230 Stellen entspricht. "Die haben wir getreu dem Grundsatz der Gleichbehandlung aber auf alle Schulformen verteilt", so die Ministerin.

Die Strategie der Landesregierung ist es darüber hinaus, Schulen nachhaltig von Bürokratie zu entlasten. So sind zum Beispiel die Vorgaben für die Schulprogrammarbeit gesenkt, die zentralen Lernstandserhebungen vereinfacht und die Verfügungen durch Schulämter und Bezirksregierungen reduziert worden.


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