Kultusminister Dr. Spaenle: "Der Lehrplan des Gymnasiums soll mehr auf Kompetenzen ausgerichtet werden"

Lehrkräfte, Eltern und Vertreter des Bayerischen Kultusministeriums berieten heute an einem "Runden Tisch" im Kultusministerium über die Weiterentwicklung des Lehrplans für das Gymnasium. Ziel war es, den Lehrplan stärker in Richtung der Vermittlung von Kompetenzen weiterzuentwickeln. Sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Beratungen zeigte sich Kultusminister Dr. Spaenle: "Wir nehmen den im Koalitionsvertrag formulierten Auftrag, den gymnasialen Lehrplan stärker auf die in den nationalen Bildungsstandards formulierten Kompetenzen auszurichten, ernst." Darüber hinaus, so der Minister, wollen wir die Lehrkräfte noch ab diesem Schuljahr durch Fortbildungen und Handreichungen bei der Planung und Umsetzung kompetenzorientierter Unterrichtseinheiten unterstützen.

02.12.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Prof. Dr. Olaf Köller, Leiter des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (Berlin) hatte vor Vertretern der Landeselternvereinigung, des Bayerischen Philologenverbands und der Bayerischen Direktorenvereinigung das von der Staatsregierung beim IQB in Auftrag gegebene Lehrplangutachten erläutert. Das Gutachten bezog sich auf die sogenannten Bildungsstandard-Fächer Mathematik, Deutsch, Englisch und Französisch jeweils als 1. Fremdsprache, Chemie, Biologie und Physik.

Olaf Köller machte deutlich, dass die bayerischen Lehrpläne im Bereich der Wissenskompetenz die nationalen Bildungsstandards weitgehend erfüllen. Handlungsbedarf sieht er bei den prozessorientierten Kompetenzen, also Handeln, Bewerten und Kommunizieren. Das Gutachten hatte hier die Empfehlung ausgesprochen, diese in künftigen Lehrplänen noch stärker zu verankern.

Heute wurde beschlossen, einen Lehrplanbeirat einzurichten, der die Grundkonzeption eines künftig stärker kompetenzorientierten Lehrplans für das bayerische Gymnasium erarbeiten soll. Der Beirat wird seine Arbeit in Kürze aufnehmen.


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