Kultusminister eröffnet Verkehrssicherheitsaktion für Schulanfänger
"Im Straßenverkehr benötigen Kinder generell besonders viel Auf-merksamkeit und Rücksichtnahme durch die anderen Verkehrsteil-nehmer. Das gilt für Schulanfänger in besonderem Maße. Sie sind nämlich auch Anfänger im Straßenverkehr. Und sie haben weder Knautschzone, noch Airbag oder Seitenaufprallschutz, und schon gar kein ABS", eröffnete der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute (24.08.2005) in der Grundschule Olbersstraße in Hannover die diesjährige Verkehrssicherheitsaktion zum Schuljahresbeginn:
24.08.2005 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches KultusministeriumGemeinsam mit dem Ministerium für Inneres und Sport, dem Verkehrsministerium und den Kooperationspartnern ADAC, Landesver-kehrswacht Niedersachsen e.V., dem Landeselternrat und den Gemeinde-Unfallversicherungsverbänden Braunschweig, Hannover und Oldenburg, denen er für ihr fortdauerndes Engagement dankte, wendet sich der Kultusminister erneut mit einer Gedankenstütze an die motorisierten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Verteilt wird ein Faltblatt in Form kleiner Füße, mit dem ins Bewusstsein gerufen werden soll: "Autofahrer aufgepasst! Es ist höchste Aufmerksamkeit gefordert. Machen Sie den Schulweg sicher!"
Im Mittelpunkt der Aktion 2005 stehe der Schulwegplan. "Damit wollen wir Eltern und Kindern die Orientierung darüber erleichtern, welcher Weg zur Schule lediglich mit geringen Gefahren behaftet ist. Auf Schulwegplänen sind geeignete Querungsstellen, Überwege, Lichtzeichenanlagen und Einsatzorte von Schulweglotsen zu erkennen", betonte Busemann. Dazu würden auch die Gehwege mit "Kleinen Füßen" markiert. Mit einem von allen Partnern gemeinsam ausgelobten Wettbewerb für Grundschulen würden zudem pfiffige Ideen gesucht, um "Schulwegpläne mit hohem Informationswert und gerin-gem Aufwand zu erstellen, bekannt zu machen, aktuell zu halten und im Schulalltag mit Leben zu erfüllen", sagte Busemann.
Für den engeren Einzugsbereich von Grundschulen kündigte Busemann gemeinsame Aktionen von Schulen, Polizei und Verbänden an. "Unter anderem werden dort Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Die von der Polizei angehaltenen Fahrerinnen und Fahrer erhalten dann die Faltblätter und werden mit einer zunächst freundlichen Erinnerung auf verantwortungsvolles Verhalten hingewiesen", erläuterte der Minister. Das schließe aber nicht aus, dass es später auch echte Verkehrsüberwachungsmaßnahmen durch die örtlichen Polizeidienststellen im Umfeld der Grundschulen geben werde. "Dann bleibt es nicht bei der Mahnung. Eventuelle Verstöße werden entsprechend geahndet. Denn trotz rückläufiger Statistik ist jedes im Straßenverkehr verletzte oder gar getötete Kind eines zuviel", bekräftigte Busemann.
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