Kultusminister Goebel beim Schlossbergtag des TLV

Am morgigen Samstag wird Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) beim Schlossbergtag des Thüringer Lehrerverbandes (TLV) ein Grußwort sprechen. Unter dem Motto "Gemeinsam lernen - differenziert fördern, Chancen für eine neue Unterrichtsqualität" beschäftigt sich die sonderpädagogische Fachtagung mit der Professionalisierung und Kooperation von Pädagogen aller Schularten.

09.09.2005 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Minister Goebel sagte im Vorfeld: "Die gesetzlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für gemeinsamen Unterricht sind in Thüringen optimal. Mit dem novellierten Thüringer Schulgesetz wurden im Jahr 2003 die Möglichkeiten des gemeinsamen Unterrichts für Kinder mit und ohne sonderförderpädagogischen Förderbedarf erheblich ausgeweitet. Neben dem zielgleichen ist seitdem auch das zieldifferente Unter-richten möglich. Dies eröffnet Schülern mit Lernbehinderungen oder geistigen Behinderungen den Weg zum lernzieldifferenten Unterricht in Grund- und Regelschulen. Nach dem Thüringer Förderschulgesetz von 2003 werden Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf soweit möglich in der Grundschule, in den zum Haupt- oder Realschulabschluss, zum Abitur oder in den zu Abschlüssen der berufsbildenden Schulen führenden Schulen unterrichtet, also im gemeinsamen Unterricht. Nach der Verordnung zur Sonderpädagogischen Förderung von 2004 ist Ziel des gemeinsa-men Unterrichts das Erreichen der Lernziele des vom jeweiligen Schüler besuchten Bildungsgangs.

Die gesetzlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen stimmen also in Thüringen, die Umsetzung des Prinzips 'gemeinsamer Unterricht' muss - das ist gar keine Frage - noch verbessert werden. Daran arbeiten wir konsequent. Thüringen hat zahlreiche Initiativen zur Qualitätssicherung und -entwicklung der Schule auf den Weg gebracht: das Entwicklungsprojekt eigenverantwortliche Schule, die flexible Schuleingangs-phase, die innere Differenzierung in der Regelschule, den zieldifferenten gemeinsamen Unterricht, das strategische Dreieck der Berufsvorbereitung, das Kompetenz-modell der Thüringer Lehrpläne, die Kompetenztests. Diese Initiativen zeigen bereits positive Wirkung: In der zweiten PISA-Ergänzungsstudie, PISA-E, liegt Thüringen im bundesweiten Vergleich an vierter Stelle. Mehr noch: Thüringen verzeichnet, ausgehend von einem im deutschlandweiten Vergleich bereits hohen Niveau, einen weit überdurchschnittlichen Zuwachs."


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