Kultusminister Rau lehnt Abschaffung der Grundschulempfehlung ab
Kultusminister Helmut Rau MdL lehnt die Forderung nach Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung ab. "Die Grundschulempfehlung beruht auf den erbrachten schulischen Leistungen und den daraus erkennbaren Entwicklungspotentialen der Kinder", betonte Rau.
15.01.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergDarüber hinaus komme der pädagogischen Einschätzung der Lehrkräfte und dem intensiven Dialog mit dem Elternhaus eine entscheidende Bedeutung zu. Das Verfahren biete auch genügend Raum, um den Elternwillen angemessen zu berücksichtigen. "Gerade dann, wenn Eltern an der Empfehlung zweifeln, steht ein pädagogisch differenziertes Beratungs- und Testverfahren zur Verfügung."
Überließe man die Schulwahl gänzlich dem Elternwillen, würde sich der Zugang zum Gymnasium für Kinder aus bildungsferneren Familien deutlich erschweren. Dies habe die jüngste IGLU-Studie gezeigt. Kinder aus bildungsfernen Familien würden von ihren Eltern erst bei deutlich höheren Leistungswerten als denjenigen von Kindern aus bildungsnahen Familien aufs Gymnasium geschickt werden.
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