Kultusminister Rau: Zehn weitere Bildungshäuser werden eingerichtet

Zum nächsten Schuljahr 2008/09 werden zehn weitere Bildungshäuser für Drei- bis Zehnjährige eingerichtet. Damit steigt die Gesamtzahl der Standorte von 23 auf 33. Dies gab Kultusminister Helmut Rau MdL am Freitag (7. Dezember) in Stuttgart bekannt. "Das anhaltend große Interesse hat uns bewogen, mehr Bildungshäuser einzurichten als ursprünglich geplant", sagte der Minister. Die enge Verzahnung von Kindergärten und Grundschulen biete neue Möglichkeiten im Bereich der frühkindlichen Bildung und Förderung. "Unser Ziel ist es, Kindern eine kontinuierliche und bruchlose Entwicklung ihrer Bildungsbiografie zu ermöglichen."

07.12.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

In den Bildungshäusern wird die Lern- und Entwicklungssituation der Kinder in einem einrichtungsübergreifenden sozialen Rahmen gestaltet. Die gemeinsamen Bildungsangebote sind integraler Bestandteil der Wochen- und Stundenpläne der Kindergärten und Grundschulen. Eine Schlüsselfunktion kommt den Entwicklungsberichten der Erziehungskräfte zu. Auf der Grundlage regelmäßiger Beobachtung sollen die Dokumentationen Auskunft über die Entwicklungsfortschritte der Kinder geben und Ansatzpunkte für gezielte Fördermaßnahmen enthalten.

Bei der Standortauswahl haben die Ausgangslage in der Zusammenarbeit sowie die Qualität des eingereichten pädagogischen Kooperationskonzepts eine entscheidende Rolle gespielt. Weitere Kriterien wie regionale Gesichtpunkte, die Größe der Schule, der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund sowie besondere Profile von Kindergärten und Grundschulen kamen ebenfalls zur Geltung.

Die ausgewählten Modellgrundschulen werden vom Land mit zusätzlichen Anrechnungsstunden unterstützt. Je teilnehmende Grundschulklasse werden drei zusätzliche Anrechungsstunden pro Jahr ausgewiesen. Die Träger der Kindergärten sichern zu, ihren Mitarbeitern eine gleichwertige Entlastung zu gewähren.

Hinweis an die Redaktionen:
An den Modellstandorten kann eine Grundschule auch mit mehreren Kindergärten zusammenarbeiten. Dies ist der Grund dafür, dass die Zahl der teilnehmenden Kindergärten höher ausfällt als die der Grundschulen. Im laufenden Schuljahr nehmen 23 Grundschulen und 31 Kindergärten an dem Modellprojekt teil. Nach der Standorterweiterung zum nächsten Schuljahr steigt die Zahl der Grundschulen auf 33, die der Kindergärten auf 45.

Für die Teilnahme zum Start der Modellphase im September dieses Jahres hatten sich insgesamt 93 Standorte mit ebenso vielen Grundschulen und 134 Kindergärten beworben.


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