Kultusminister Schneider: "Heimat- und Sachunterricht greift naturwissenschaftliche Neugier der Kinder auf"

"Interesse an Natur und Technik ist Kindern quasi in die Wiege gelegt", so Kultusminister Schneider heute bei der Übergabe von Experimentiermaterial an der Grundschule an der Rotbuchenstraße in München. "Diese Neugier gilt es aufzugreifen und in eine systematische Begegnung mit Naturwissenschaften in der Schule überzuleiten."

31.01.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Um das naturwissenschaftliche Interesse von Kindern zu fördern, stellt die Deutsche Telekom Stiftung insgesamt 90 sogenannte "Klassenkisten" im Wert von jeweils rund 500 Euro für bayerische Grundschulen zur Verfügung. In gezielten Fortbildungen werden darüber hinaus die Lehrkräfte für die Arbeit mit dem bereitgestellten Material geschult.

"Wir wollen mit unseren verschiedenen Projekten die Bedeutung und Faszination für Naturwissenschaften und Technik stärken und Schulfächer wie Mathematik, Physik und Chemie von ihrem Image als ,Schreckensfächer� befreien", erläuterte Dr. Klaus Kinkel, Vorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung, das Engagement seiner Einrichtung im Bildungsbereich. "Bei der Arbeit mit den Materialboxen machen die Kinder nichts anderes, als was Wissenschaftler und Forscher tagtäglich tun. Sie experimentieren, beobachten, beschreiben ihre Beobachtungen und leiten daraus Antworten und Ergebnisse ab." Über die Bedeutung dieses Tuns waren sich der Kultusminister und Dr. Kinkel einig: "Wenn wir Kinder schon früh als Forscher, Entdecker, Erfinder, Künstler und kleine Philosophen sehen, ihre natürliche Begeisterung nutzen und befriedigen, tun wir nicht nur den Kindern etwas Gutes, sondern auch der Zukunft unseres Landes, das gut ausgebildete und kreative Bürgerinnen und Bürger braucht."

Den Materialkoffer zum Thema "Schwimmen und Sinken" hat ein Team der Universität Münster entwickelt. In den "Klassenkisten für den Sachunterricht" finden Lehrkräfte Versuchsanordnungen, Materialien und fachwissenschaftliche Informationen sowie Hilfen zur Unterrichtsgestaltung. Gleichzeitig stehen Materialien zur Verfügung, die für einen handlungsorientierten Unterricht benötigt werden. Über eigene Experimente gelangen die Kinder zu einem grundlegenden Verständnis physikalischer Phänomene wie Auftrieb, Dichte und Verdrängung.

Dieser Ansatz entspreche exakt der Grundidee des Heimat- und Sachunterrichts an der Grundschule, der sich im Gegensatz zur früheren "Heimatkunde" durch eine wissenschaftliche Orientierung auszeichne, unterstrich der Kultusminister. "Im Heimat- und Sachunterricht wollen wir keine ,verkopfte� Behandlung von naturwissenschaftlichen und technischen Themen. Wir wollen die kindliche Entdeckerfreude aufgreifen, den Kindern eigenes Tun und Handeln ermöglichen. Die ,Klassenkisten' stellen für diesen Unterricht eine echte Bereicherung dar."

Fotos von der Veranstaltung schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne zu. Ab Donnerstag können Sie die Bilder unter www.km.bayern.de/presse/fotoarchiv auch aus dem Internet herunterladen.


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