Kultusminister Siegfried Schneider stellt Maßnahmen vor, wie der Lehrplan des Bayerischen Gymnasiums besser verstanden und umgesetzt wird

Kultusminister Siegfried Schneider will mit zusätzlichen und übersichtlich gestalteten Informationen für Schüler, Eltern und Lehrkräfte die Ziele und Anliegen des Lehrplans im achtjährigen Gymnasium transparenter machen. Dies teilte der Minister heute bei einer Pressekonferenz in München mit. Im Mittelpunkt des Lehrplans stehe es, Grundwissen und Methodenkompetenz zu vermitteln und die Schüler zur Anwendung des Wissens zu befähigen.

26.06.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Wir treffen Maßnahmen, um die ,PflichtŽ von der ,Kür` noch klarer zu unterscheiden", unterstrich Minister Schneider. "Dann wissen Lehrkräfte, Eltern und Schüler genau", so der Minister, "was für das Abitur an Kenntnissen unverzichtbar ist und was zusätzlich erlernt werden kann".

Diese Unterscheidung in "Pflicht" und "Kür" werde auch bei Neuauflagen von Schulbüchern deutlicher zum Ausdruck kommen. "So wird es gelingen, dass der Lehrplan des Bayerischen Gymnasiums noch besser verstanden und umgesetzt wird", so Minister Schneider.

Konkret wird das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) einen tabellarischen Überblick über den Aufbau und die Schwerpunkte der einzelnen Fächer von der Jahrgangsstufe 5 bis zur Jahrgangsstufe 12 veröffentlichen. Der Lehrplan wird bei den Klassen- oder Jahrgangsstufenkonferenzen der Schulen wie auch an Elternabenden besprochen.

Im kommenden Jahr wird das Kultusministerium eine Broschüre "Das bayerische Gymnasium" vorlegen, um Eltern über den Anspruch gymnasialer Bildung im nationalen und internationalen Kontext sowie den bayerischen Weg zu informieren.

Im kommenden Schuljahr wird der Freistaat zusätzlich 55 Stellenäquivalente zur Verfügung stellen, damit keine Klasse mit mehr als 34 Schülern mehr an Gymnasien gebildet werde. Das Kultusministerium werde zusätzliche Mittel für den Unterrichtsbetrieb zur Verfügung stellen.

Mit seinem Maßnahmenkatalog unterstreicht Kultusminister Schneider, dass er die Rückmeldungen von Schülern, Eltern und Lehrkräften ernst genommen hat.

Kultusminister Schneider betonte, dass das Bayerische Gymnasium einen anhaltend hohen Zulauf erlebt. Gleichzeitig sinke der Zahl der Wiederholer am achtjährigen Gymnasium gegenüber der am neunjährigen.


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