Kultusminister Siegfried Schneider weist Vorwürfe der SPD zur Bildungspolitik zurück

Deutlich mehr Ganztagsschulen und spürbar kleinere Klassen, diese und zahlreiche weitere positive Errungenschaften wird die neue Bayerische Staatsregierung in den kommenden fünf Jahren umsetzen. Mit dieser Feststellung weist Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider die Kritik und die Spekulationen zurück, die der bildungspolitische Sprecher der SPD, Hans-Ulrich Pfaffmann, heute formulierte. "Wir weisen der Bildungspolitik in der Koalitionsvereinbarung die absolute Priorität zu", so Kultusminister Schneider.

28.10.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Bei der Weiterentwicklung des Bayerischen Schulwesens setzen die Koalitionspartner auf Kontinuität und Wandel zugleich. So wird die Hauptschulinitiative, die Minister Schneider 2006 angestoßen hat und derzeit in die Fläche getragen wird, weiter fortgesetzt. "Wir haben dabei das Ziel, dass alle Schüler an der Hauptschule die Ausbildungsreife erwerben", ergänzte Minister Schneider.

Das achtjährige Gymnasium wird entsprechend der Vereinbarung zwischen Kultusminister Schneider, Landeselternvereinigung und Philologenverband weiter entwickelt. Ebenso wird die Realschule als leistungsfähige Schulart erhalten und gefördert werden.

Neu gestaltet wird das Übertrittsverfahren von den Grundschulen auf die weiterführenden Schulen. Dabei wird der Einfluss der Eltern gestärkt. Die 5. Jahrgangsstufe werde zu einer "Gelenkklasse" ausgestaltet, die das Schulwesen durchlässiger als bisher gestaltet. An einzelnen Standorten in allen Regierungsbezirken werde eine Zusammenarbeit von Hauptschule und Realschule erprobt.

Gegenüber den Unkenrufen von Hans-Ulich Pfaffmann, dass es keinen Abbau großer Klassen geben werde, betonte Kultusminister Siegfried Schneider. "Wir werden die Obergrenze der Schüler pro Klasse auf 25 in Grund- und Hauptschulen absenken, in Realschulen und Gymnasium auf 30." Auch die finanzielle Rendite, die sich aus der rückläufigen Schülerzahl ergibt, bleibe im Bildungsbereich erhalten, betont Minister Schneider.


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