Kultusminister würdigt Netzwerkschulen

64 ausgewählte Schulen aller Schulformen starteten vor drei Jahren im Projekt "Qualitätsentwicklung in Netzwerken", um das "Lehren und Lernen" zu verbessern. Dazu überprüften sie regelmäßig selbst ihren Entwicklungs- und Qualitätszustand und konnten so ihre Stärken ausbauen und Schwächen beheben. Jetzt bekam jede Schule eine von Kultusminister Bernd Busemann ausgestellte Urkunde, um den Erfolg ihrer Arbeit zu würdigen. "Die Qualitätsnetzwerk-Schulen haben es sich zugetraut, die Verantwortung für ihre Weiterentwicklung zu übernehmen. In den Netzwerken haben sie ihre Erfahrungen mit Schulpartnern ausgetauscht und voneinander gelernt. Damit geben sie uns wichtige Hinweise für die Gestaltung der zukünftigen Eigenverantwortung von Schulen", betonte Busemann.

11.01.2005 Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

Die abschließende Untersuchung habe ergeben, dass sich auch aus Sicht der Eltern sowie der Schülerinnen und Schüler die Fragen der Schulqualität als zentrales Thema der Schulen darstellen. Die Erprobung des Methodentrainings nach Dr. Klippert habe dazu geführt, dass der Unterricht weniger lehrerzentriert abläuft. Die selbstständigen Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler hätten deutlich zugenommen. "Sie arbeiten im Team, übernehmen Verantwortung und präsentieren die Ergebnisse vor der Klasse", heißt es im Abschlussbericht.

Es gehe den Schulen aber nicht nur um Verbesserung des einzelnen Unterrichts. Auch eine für die Schülerinnen und Schüler motivierende Lernumgebung und ein förderliches Schulklima sollte geschaffen werden. Orientierungshilfe und Maßstab für die Schulen ist das Konzept "Schulqualität in Niedersachsen", das in sechs Qualitätsbereichen Merkmale und Kriterien guter Schule beschreibt.

Das Projekt wurde vom Institut für Schulentwicklungsforschung in Dortmund (IFS) wissenschaftlich begleitet. Es ist bundesweit das erste, das nicht nur in Schulen einen Qualitätsprozess initiiert hat, sondern zugleich auch die Schulbehörden mit konkreten neuen Aufgaben einbezogen hat. So konnten sich mit großzügiger Unterstützung der niederländischen Inspektion Dezernentinnen und Dezernenten der ehemaligen Bezirksregierungen als externe Inspektoren erproben. Sie haben gemeinsam mit den Schulen Ideen für das künftige Modell einer Niedersächsischen Schulinspektion entwickelt und neue Formen der Beratung für die Entwicklungsprozesse von Schulen erprobt.


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