Hessen

Kultusministerin Dorothea Henzler überreicht Urkunde für Schulpartnerschaft zwischen der Ricarda-Huch-Schule aus Gießen und der Eldad High School aus Netanya (Israel)

Die Eldad High School aus Netanya (Israel) und die Ricarda-Huch-Schule aus Gießen werden offizielle Partnerschulen. Kultusministerin Dorothea Henzler hat heute Vertretern beider Schulen in Wiesbaden die entsprechende Partnerschaftsurkunde überreicht.

07.03.2012 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

"Eine jüdische Weisheit sagt: ´Berge kommen nicht zusammen, aber Menschen.´ Sie haben sich in ihren Schulen aufgemacht, um junge Menschen aus Israel und Deutschland näher zu bringen. Dabei zählt nicht das Große, Überwältigende, sondern die kleinen Begebenheiten des Alltags, die das Verständnis füreinander wachsen lassen", sagte die Ministerin. Ein Schüleraustausch im Rahmen der Partnerschaft biete den Teilnehmern viele Gelegenheiten, diesen Alltag kennenzulernen, sich damit mit dem Leben in dem jeweiligen Gastland auseinanderzusetzen und Freundschaften zu schließen.

Dieses Verständnis und Interesse füreinander bei Jugendlichen zu wecken sei von besonderer Bedeutung, da die Beziehungen zwischen Deutschen und den Bürgern des Staates Israel immer auch einen historischen Bezug habe. "Es wäre falsch und auch für das gemeinsame Verhältnis nicht förderlich, wenn dieser Bezug nicht beachtet und thematisiert würde", so Henzler. So sei für das kommende Jahr ein gemeinsamer Besuch von Schülern aus Gießen mit der polnischen Partnerschule und den Gästen aus Israel in der Gedenkstätte des Vernichtungslagers Ausschwitz geplant.

Die unvorstellbaren, menschenverachtenden und grausamen Taten der Deutschen in der Vergangenheit dürften nicht in Vergessenheit geraten. Die Schulpartnerschaft zwischen der Eldad High School und der Ricarda-Huch-Schule sei jedoch "ein Signal, das positiv in eine gemeinsame Zukunft weist", sagte die Ministerin.

Sie danke den beteiligten Schulleitern und Lehrern aus Israel und Deutschland für ihr Engagement. Ein besonderer Dank gelte Thomas Breuer, einem Überlebenden der Shoah, der als Kontaktperson in Israel aktiv sei und dabei helfe, junge Menschen aus Deutschland und aus Israel zusammenzubringen.


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