Baden-Württemberg

Kultusministerin Marion Schick: SPD leistet den bildungs-politischen Offenbarungseid und drückt alle Verantwortung im zentralen Politikfeld Bildung auf die Kommunen ab

Die Landtags SPD hat angekündigt wesentliche bildungspolitische Entscheidungen, die die Schulstruktur betreffen, den Schulträgern und Eltern überlassen zu wollen. "Mit der Vorlage dieser bildungspolitischen Eckpunkte, leistet die SPD-Fraktion des Landtages den bildungspolitischen Offenbarungseid", sagte Kultusministerin Marion Schick am Donnerstag (16. September) in Stuttgart.

16.09.2010 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

"Die baden-württembergische SPD hat offenkundig keinerlei Ideen und Konzepte, von denen sie selbst überzeugt ist, dass diese erfolgreich und mehrheitsfähig sein könnten. Anders ist diese Flucht aus der Verantwortung mit der Abwälzung bildungspolitsicher Verantwortung an die Schulträger nicht zu erklären. Die baden-württembergische Landesregierung steht zu ihrer bildungspolitischen Verantwortung. Mit den Haupt- und Werkrealschulen und dem Ausbau der Bildungshäuser wird auch in Zukunft Bildung im Dorf bleiben. Wir werden unsere bildungspolitische Verantwortung weder nach oben noch nach unten abwälzen. Eine derartig beliebige Bildungspolitik, wie sie von der SPD vorgeschlagen wird, führt zu nichts anderem als Chaos und Verunsicherung", erklärte Schick.

Das Eckpunktepapier der Südwest-SPD sieht darüber hinaus die Abschaffung der Grundschulempfehlung vor. "Wer an der Grundschulempfehlung und somit an der Kompetenz unserer Lehrerinnen und Lehrer im Land zweifelt, sowie auf deren erfahrenes Urteilvermögen verzichten will, zementiert den Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg", sagte Ministerin Schick. Dies zeigen aktuelle Ergebnisse einer Studie des Max-Plank-Instituts für Bildungs-forschung, wonach der Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg in den Ländern mit freiem Elternwahlrecht enger ist, als in denjenigen mit verbindlicher Grundschulempfehlung.


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