Baden-Württemberg

Kultusministerin Marion Schick: Zehnjähriges Rekordtief bei Unterrichtsausfall / Sicherstellung der Unterrichtsversorgung hat oberste Priorität

"An den Schulen im Land ist der Unterrichtsausfall in diesem Jahr so gering wie seit zehn Jahren nicht mehr. Über alle Schularten hinweg verzeichnen wir die niedrigsten Werte seit 1999", sagte Kultusministerin Marion Schick anlässlich der Veröffentlichung der in der 46. Kalenderwoche durchgeführten Stichprobenerhebung zum Unterrichtsausfall für das erste Schulhalbjahr 2010/11 am Sonntag (12. Dezember 2010) in Stuttgart. "Damit liegen die diesjährigen Zahlen im Vergleich zu den Zahlen im gesamten letzten Jahrzehnt auf einem Rekordtief", hob Schick hervor. "Die Sicherstellung der Unterrichtsversorgung genießt oberste Priorität." Das erwarteten auch zu Recht die Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern im Land.

13.12.2010 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Dank des flexiblen Einsatzes von Maßnahmen zur Vermeidung von Unterrichtsausfällen, wie zum Beispiel die fest installierte Lehrerreserve, Vertretungsmittel, schulbezogene Stellenausschreibungen, Mehrarbeit von Lehrkräften und flexibler organisatorischer Maßnahmen sei es gelungen, den Unterricht fast zu 100 Prozent sicherzustellen. "Ich danke allen Schulleitungen und Lehrkräften für die kompetente Organisation und das große Engagement zur Sicherung der Unterrichtsversorgung", sagte Schick. Vertretungen konnten insbesondere aufgrund der Bereitschaft der Lehrerinnen und Lehrer zu Zusatzarbeit gestemmt werden, so die Ministerin. "Ich bin sehr dankbar, dass die Lehrerinnen und Lehrer durch ihre freiwillige Mehrarbeit einen sehr wichtigen Beitrag zur Unterrichtsversorgung erbringen. Dies ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit." Sie werde sich dafür einsetzen, dass in den kommenden Jahren die Überstundenbugwelle sukzessive abgebaut werde.

Besonders erfreulich ist die Entwicklung an den Grund- und Förderschulen, sie meldeten mit 1,0 Prozent den geringsten Ausfall. Auch an den Werkrealschulen und Hauptschulen lag der ausgefallene Unterricht mit einer Quote von 1,7 Prozent weit unter den Werten der Vorjahre. An Gymnasien fiel mit 3,9 Prozent ebenfalls weit weniger Unterrichts aus als in den Vorjahren. Die beruflichen Schulen wiederum liegen nahezu auf dem Niveau des Vorjahres mit 3,7 Prozent.


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