Kultusministerin Wolff zum Bildungsmonitor 2007

Zu dem heute erschienenen Bildungsmonitor 2007 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erklärte Kultusministerin Karin Wolff: "Ich freue mich, dass uns schwarz auf weiß eine massive Verbesserung im Bildungswesen bescheinigt wird. Außer uns hat nur noch ein Bundesland einen so gewaltigen Sprung nach vorn gemacht. Damit untermauert die Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft die positive Entwicklung im hessischen Schulwesen. Eine bessere Nachricht zum Schulanfang kann man sich nicht wünschen: Wir sind eine der dynamischsten Bildungsregionen in Deutschland."

21.08.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Die Kultusministerin betonte aber auch, dass die Steigerung im Ländervergleich noch deutlicher ausgefallen wäre, wenn die in den letzten Jahren festgestellten methodischen und inhaltlichen Mängel der Studie umfassender behoben worden wären und nicht eine veraltete Datenlage der Jahre 2003 und 2004 Grundlage gewesen sei. Beispielhaft sei hier, dass Schulen mit pädagogischer Mittagsbetreuung im Bereich der Förderbedingungen nicht berücksichtigt wurden. Auch seien die hessischen Anstrengungen im Bereich des mathematisch- und naturwissenschaftlichen Unterrichts ebenso wie die große Anzahl der SchuB-Klassen, der verpflichtende Fremdsprachenunterricht in der Grundschule und der Bildungsplan 0 – 10 noch nicht berücksichtigt worden.

Ebenfalls müsse beachtet werden, dass der Bildungsmonitor eine Studie mit rein ökonomisch orientierter Zielsetzung sei, die Bildungspolitik auf den Bereich Mensch und Arbeitsmarkt reduziere. "Dies ist immer nur ein Teil der Wahrheit, wenn man den Erfolg von Bildungspolitik untersucht", betonte Wolff. Außerdem seien die wirtschaftliche Effizienz und der Arbeitsmarkterfolg nur zum Teil mit Mitteln der Schulpolitik zu beeinflussen, wie sich an der Ausbildungsplatzsituation der vergangenen Jahre gezeigt habe.

Hintergrund:

Der Bildungsmonitor ist eine von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft herausgegebene Studie, die die Bildungssysteme der Bundesländer vergleicht. Grundlage der Bewertung sind über 100 Indikatoren, wie die PISA-Ergebnisse, Klassengrößen, Abbrecherquoten, Zahl und Quantität der Abschlüsse von Schülern und Studierenden oder Studiendauer. Die Ergebnisse der Analyse fließen in jeweils zwei Rankings ein: Zum einen wird der Ist-Zustand der jeweiligen Bildungslandschaft widergespiegelt, zum anderen werden die bildungsspezifischen Veränderungsprozesse der Bundesländer im Vorjahresvergleich bewertet. Bei der Erstellung des Bildungsmonitors werden keine eignen Daten erhoben, sondern stattdessen wird auf Ergebnisse anderer Studien und Datensätze statistischer Landesämter zurückgegriffen.


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