Sachsen-Anhalt

Kultusministerium stellt sich vor die Sekundarschulen

"Leider kritisiert die GEW erneut die schwierige und zugleich engagierte Arbeit der Sekundarschulen und deren Lehrkräfte, die zum großen Teil von der GEW vertreten werden", sagt Bildungsstaatssekretär Winfried Willems.

02.02.2011 Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Dem Kultusministerium ist es wichtig, folgende Sachverhalte zu betonen:

Ohne Abschluss verließen im letzten Schuljahr nicht 12,7 Prozent der Abgänger die Schule. Die GEW rechnet hier z.B. auch diejenigen Schüler hinzu, die eine Schule für Lernbehinderte mit Abschluss beenden. An den Sekundarschulen, die die GEW schlechtredet, gingen 2010 6,3 Prozent der Schüler ohne Abschluss ab. 2005 waren es 8,6 Prozent, in Jahren davor stets rund 11 Prozent. Mit ihrem Pauschalurteil wird die GEW also weder dem Lernerfolg von Lernbehinderten noch der Arbeit an den Sekundarschulen gerecht.

Mit dem Produktiven Lernen gelingt vielen abschlussgefährdeten Schülern doch noch ein Abschluss (Erfolgsquote rund 80 Prozent). Dies trägt naturgemäß zu einem höheren Anteil von Hauptschulabschlüssen bei. Die Alternative wäre aber nicht ein höherer, sondern gar kein Abschluss.

Konstant wechseln Jahr für Jahr über 10 Prozent der erfolgreichen Sekundarschulabgänger an die Fachoberschule oder an das Fachgymnasium, um dort das Abitur oder die Fachhochschulreife zu erwerben.

Der Anteil derer, die nach der Grundschule das Gymnasium besuchen, bewegt sich seit Jahren über dem Bundesdurchschnitt. Schwankungen bei der Hochschulreife haben andere Gründe. Hier verschweigt die GEW geflissentlich, was sie früher selbst immer wieder angemahnt hat: Der massive Geburtenjahrgang traf verschiedene Schulformen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. In Jahren mit einem (noch) geburtenstarken Abiturjahrgang und einem bereits geburtenschwachen Jahrgang von Sekundarschulabsolventen ergaben sich natürlich andere Abschlussquoten. Darauf haben wir in den vergangenen Jahren stets hingewiesen.

"Das Kultusministerium stimmt kein "Hohelied" der Sekundarschulen an, sondern sieht auch weiteren Bedarf an Qualitätsentwicklung. Deshalb haben wir zahlreiche Unterrichtsbedingungen verbessert, Kernfächer gestärkt und einen neuen Lehrplan mitentwickelt. Den Sekundarschulen muss auch die faire Chance gegeben werden, den begonnen Weg erfolgreich fortzusetzen", erklärte Willems.


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