Kultusministerium will Berufschancen für Hauptschüler verbessern

Die Chancen von Hauptschülern auf dem Ausbildungsstellenmarkt zu verbessern, ist ein zentrales Ziel, das das Bayerische Kultusministerium mit dem Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverband teilt. "Wir müssen alles daran setzen, dass die Hauptschülerinnen und Hauptschüler in Bayern nach dem Schulabschluss eine Perspektive haben", so Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider.

21.06.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Die Qualität der Ausbildung der Hauptschüler ist in Bayern, wie internationale Vergleichstests wie PISA zeigen, auch in den Fächern Mathematik, Naturwissenschaften, Lesen und Problemlösen durchaus hoch. Viele von ihnen haben in diesen Vergleichsuntersuchungen das Niveau von Realschülern erreicht.

Die Wirtschaftslage ist für das Kultusministerium die Hauptursache, dass bisher nur gut ein Drittel der Neuntklässler der Hauptschulen einen Ausbildungsvertrag erhalten haben. Die Wirtschaftslage habe sich zwar erfreulich gebessert, aber es dauere in den Unternehmen doch geraume Zeit, bis neue Arbeits- und Ausbildungsplätze bereitgestellt werden. Aber viele bayerische Betriebe leisten bei der Ausbildung junger Frauen und Männer Beispielhaftes.

Um die Berufsfähigkeit der Jugendlichen zu steigern, ist eine engere Vernetzung von Haupt- und Berufsschulen geplant, Modellversuche laufen gegenwärtig. Zudem wird die Zusammenarbeit von Hauptschulen und Betrieben sowie von Schulen und Berufsberatung ausgebaut. In Gesprächen mit den Unternehmen und den Kammern werden Wege gesucht, um die Startchancen der Hauptschüler auf dem Ausbildungsstellenmarkt zu stärken. Auch 2006 bieten die Beruflichen Schulen besondere Angebote für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz.


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