Kultusministerkonferenz legt neue Jahresstatistik vor
Heute hat das Sekretariat der Kultusministerkonferenz die jährliche Schulstatistik vorgelegt. Darin finden sich detaillierte Daten zu allen Schularten sowie zu Schülern, Klassen, Lehrern, Unterricht und Absolventen von 1995 bis 2004 im Ländervergleich. "Thüringen kann sich im Vergleich aller Bundesländer sehen lassen", so Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) nach einer ersten Analyse der Zahlen.
21.02.2006 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium"So liegt die Schüler-Lehrer-Relation weit über dem Durchschnitt der Bundesländer. Auch die Zahl der Schüler je Klasse sucht bundesweit seinesgleichen. Dabei wird im Freistaat pro Schüler mehr Unterricht erteilt, als in anderen Bundesländern. Das zeigt, dass in den vergangenen Jahren - auch bei zurückgehenden Schülerzahlen - eine Personalpolitik mit Augenmaß betrieben wurde. Die Schülerinnen und Schüler im Freistaat profitieren davon, das zeigen nicht zuletzt die Ergebnisse des PISA-Ländervergleichs."
Im Jahr 2004 (Schuljahr 2004/2005) liegt die Schüler-Lehrer-Relation (Schüler je Lehrer) in Thüringen (in Klammern der Bundesdurchschnitt) in den Grundschulen bei 15,1 (20,0), in den Schulen mit mehreren Bildungsgängen (in Thüringen die Regelschule) bei 11,5 (13,0), in den Gymnasien in Klasse 5 bis 10 bei 13,9 (17,9) und in Klasse 11/12 bei 11,0 (13,2). Der Wert für Förderschulen und berufsbildende Schulen, Schularten in denen in Thüringen Lehrer gesucht werden, liegt über dem Durchschnitt. So kommen in den Förderschulen 6,5 Schüler (6,6) und in den Berufsschulen 33,1 Schüler (38,5) auf einen Lehrer. Das spiegelt sich auch an der Zahl der Schüler pro Klasse wieder. In den Grundschulen liegt die Zahl in Thüringen bei 18,9 (22,0), in den Schulen mit mehreren Bildungsgängen (in Thüringen die Regelschule) bei 19,3 (21,9), in den Gymnasien in Klasse 5 bis 10 bei 23,1 (27,0), in den Förderschulen bei 9,7 (10,1) und in den Berufsschulen bei 18,3 (20,0). Dabei wird im Freistaat, bezogen auf den einzelnen Schüler mehr Unterricht erteilt, als im Bundesdurchschnitt.
"Interessant ist auch der Wert der Absolventen mit Hochschulreife. In Jahr 2004 erlangten 9.960 junge Menschen ein Abitur. Das entspricht 30,4 Prozent gemessen an der Zahl der Gleichaltrigen. Im Bundesdurchschnitt sind es 28,3 Prozent", so Minister Goebel abschließend.
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