Kultusstaatssekretär Freller und Gesundheitsstaatssekretärin Müller stellen neues Aids-Präventionsprogramm LIZA vor

Bayern startet eine weitere Initiative zur schulischen Aids-Prävention. "Liebe in Zeiten von Aids" heißt das neue Aids-Präventionsprojekt LIZA, das Kultusstaatssekretär Karl Freller und Gesundheitsstaatssekretärin Emilia Müller am Albert-Einstein-Gymnasium München vorstellten.

02.12.2004 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Fundiertes biologisch-medizinisches Wissen über Aids ist unverzichtbar. LIZA hilft darüber hinaus auch bei der Stärkung des Selbstbewusstseins und dem Aufbau sozialer und kommunikativer Kompetenzen", sagte Freller. "Nur wer ein hohes Selbstwertgefühl hat, der kann auch verantwortungsbewusst mit Sexualität umgehen." "Die Bedrohung durch AIDS gerät zunehmend in Vergessenheit. Wir müssen gerade die Jugendlichen wieder sensibilisieren, sich ausreichend zu schützen. AIDS ist immer noch tödlich," begründete Müller das finanzielle Engagement des Gesundheitsministeriums für das Projekt.

In einer konzertierten Aktion von Gesundheitsministerium, Kultusministerium und dem Institut für Therapieforschung (IFT), München, wurde mit Unterstützung der Firma Roche Diagnostics, Penzberg und Mannheim, das AIDS-Präventionsprogramm LIZA erarbeitet. LIZA ist für die 8. und 9. Jahrgangsstufen der weiterführenden Schulen entwickelt worden und erstreckt sich mit insgesamt 21 doppelstündigen Unterrichtseinheiten über zwei Schuljahre. "Ziel von LIZA ist es einerseits, Schülerinnen und Schülern das notwendige Wissen zu vermitteln, damit sie sich vor Aids schützen können. Gleichzeitig sollen Jugendliche auch begreifen, dass Sexualität verbunden ist mit Liebe, Treue, Partnerschaft und Verantwortung gegenüber Mitmenschen", betonten Freller und Müller. Begleitend zu dem Projekt ist nach einer zweijährigen Pilotphase an verschiedenen Schulen in Bayern ein Lehrerhandbuch von einer Arbeitsgruppe erfahrener Lehrkräfte und Präventionsexperten erstellt worden. "Das Manual enthält zahlreiche didaktische Anregungen und methodische Hilfestellungen", so Freller.

"Wirkunsgsvolle Aids-Prävention kann nur in einer intensiven Kooperation von Schülern, Lehrkräften und Eltern gelingen", sagte Freller. "Allen Lehrkräften, die mit dem Programm arbeiten werden, wünsche ich viel Erfolg. LIZA soll zahlreiche Jugendliche in ihrem Prozess des Erwachsenwerdens begleiten und unterstützen", so Freller. "Wie notwendig das Projekt ist, zeigen Umfragen bei 14 bis 17-Jährigen: danach erfolgt der erste Geschlechtsverkehr bei immer mehr Jugendlichen ungeplant. 34% der befragten Jungen und 25% der Mädchen wurden nach eigenen Angaben "völlig überrascht" und haben sich nicht geschützt", ergänzte Müller.

Im Internet erhalten Sie weitere Informationen und die Handreichung: www.stmugv.bayern.de/de/gesundheit/liza.htm .


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