Länger unterrichten und finanziell kürzer treten – ein unmoralisches Angebot!
Einstimmig sprachen sich die Lehrer im Rahmen der Schulvertreterversammlung des Philologenverbandes (PhV) Südbaden, die am 27. und 28. November in Saig stattfand, für eine Beibehaltung der Pension mit 65 im Lehrerberuf aus. Die Zeit im Schuldienst sei doppelt so belastend und koste mehr Nerven als in vielen anderen Berufen. Dies sei durch zahlreiche medizinische und psychologische Studien belegt. "In kaum einem anderen Industrieland müssen Lehrkräfte über das 65. Lebensjahr hinaus arbeiten", stellte der Vorsitzende des PhV Südbaden, Joachim Schröder, fest.
28.11.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Philologenverband Baden-WürttembergGleichzeitig forderten die Schulvertreter eine Besoldungserhöhung von acht Prozent zum 1. Januar 2009. Den entsprechenden Zusagen des Ministerpräsidenten müssten nach den Nullrunden der letzten Jahre nun endlich Taten folgen. Schröder: "Die Lehrer sind es leid, immer einseitig als Bauernopfer der Politik missbraucht zu werden und sich beispielsweise durch Gehaltskürzungen und verordnete Mehrarbeit an den durch die Finanzkrise verursachten Kosten zur Rettung der LBBW zu beteiligen."
Der PhV setzt sich als Interessenvertretung der Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien für ein gegliedertes Schulwesen, eine begabungsgerechte Förderung der Schülerinnen und Schüler und für eine Unabhängigkeit optimaler Bildung vom Finanzstatus der Eltern ein.
Tagungsbüro: c/o Hotel Saigerhöh, 79853 Saig, Tel. 07653 / 6 85 - 0
Keine Kommentare vorhanden