Sachsen-Anhalt:

Land setzt weiter auf Schulsozialarbeit

Das Land Sachsen-Anhalt will die Schulsozialarbeit stärken und im Rahmen des Programms zur Vermeidung von Schulversagen und zur Senkung des vorzeitigen Schulabbruchs fortsetzen.

21.03.2013 Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

"Schulsozialarbeit ist ein wichtiger Bestandteil schulischer Arbeit und an vielen Schulen nicht mehr wegzudenken", erklärte Kultusminister Stephan Dorgerloh heute im Landtag. Durch ihre ergänzenden Angebote leiste sie einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Schulklimas. Ausdrücklich bedankte sich der Minister in diesem Zusammenhang bei allen Mitarbeitern der Schulsozialarbeit und den Koordinierungsstellen sowie den Schulleiterinnen und Schulleitern für ihre engagierte Arbeit.

Pädagogen in der Schulsozialarbeit ergänzen die Erziehungsarbeit an den Schulen. Zu den Angeboten gehören insbesondere die Beratung und Begleitung von einzelnen Schülern, aber auch die Elternarbeit, Gewaltprävention, Gruppenarbeit, Kontakt- und Freizeitangebote sowie die Kooperation mit außerschulischen Lernorten. Die Schulsozialarbeit wendet sich insbesondere an Schulen mit einer hohen Zahl an Jahrgangswiederholern und abschlussgefährdeten Schülerinnen und Schüler.

Allein im Schuljahr 2011/12 konnten hier 211 Projekte der bedarfsorientierten Schulsozialarbeit unterstützt werden. Darüber hinaus wurden rund 130 bildungsbezogene Angebote je Schuljahr, 14 regionale Netzwerkstellen sowie die zentrale Koordinierungsstelle gefördert. Rund 59 Millionen Euro werden in der laufenden Förderperiode aus dem Landeshauhalt und dem EU-Förderprogramm Europäischer Sozialfonds für die Realisierung aufgewendet.

"Es ist mein erklärtes Ziel, die erfolgreich begonnene Schulsozialarbeit über das Ende dieser Förderperiode weiterzuführen", betonte der Kultusminister weiter. Dazu werde die weitere Finanzierung aus Mitteln des Europäischen Strukturfonds (ESF) angestrebt. Das Vorhaben sei bereits im Zuge der EU-Programmierung für die Förderperiode 2014 bis 2020 angemeldet worden. Um einen nahtlosen Übergang von der laufenden zur neuen EU-Förderperiode zu gewähren, wird derzeit mit Hilfe des Sozialministeriums ein Antrag zur Umschichtung nicht gebundener ESF-Mittel vorbereitet.

In seiner Rede zog der Kultusminister eine positive Zwischenbilanz der laufenden Förderperiode. Zwar sei das Land im Hinblick auf die angestrebte Reduzierung der Quote von Schülerinnen und Schülern ohne Hauptschulabschluss noch nicht da, "wo wir hinmöchten". Dennoch gebe es hoffnungsvolle Zeichen. So sei im Jahr 2012 erstmals wieder ein signifikanter Rückgang der Quote von Schulabgängern ohne Abschluss von 12,5 Prozent auf 11,7 verzeichnet worden. Das sei immer noch sehr hoch. "Deshalb muss es uns gelingen, diese Entwicklung zu verstetigen", so der Minister.

Neben der Sicherstellung der künftigen finanziellen Rahmenbedingungen kündigte Dorgerloh auf der Grundlage der Empfehlungen der wissenschaftlichen Begleitung auch eine konzeptionelle Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit im Land an. So solle künftig stärker auf Prävention und Intervention gesetzt werden. Dazu zähle der Ausbau der Beratung und der Einzelfallhilfe ebenso wie die Förderung der sozialpädagogischen Gruppenarbeit, die Vernetzung der Bildungspartner und eine Stärkung der Elternarbeit.

Von zentraler Bedeutung sei dabei eine Zusammenarbeit, in der sowohl die Lehrkräfte ihre Aufgaben erfüllen können als auch die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern die Möglichkeit erhalten, ihre Arbeit nach sozialpädagogischen Kriterien zu gestalten. "Daran lassen Sie und alle gemeinsam arbeiten. Dann kann die Schulsozialarbeit noch viel Gutes bewirken", so der Minister.


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