Landesbedienstete können Lehrer werden

Durch eine Initiative von Schulministerin Sommer können hochqualifizierte Landesbedienstete ihr Wissen und ihre Erfahrung künftig im Unterricht an nordrhein-westfälischen Schulen vermitteln.

04.07.2006 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Die entsprechenden Lehrerstellen stehen zum Schuljahr 2007/2008 für Landesbedienstete zur Verfügung, deren derzeitige Arbeitsplätze künftig wegfallen werden. Dies ist wegen der Binnenmodernisierung in der Landesverwaltung notwendig. Die Initiative von Schulministerin Barbara Sommer knüpft an das 6-Punkte-Programm zur Sicherstellung der Lehrerversorgung in Nordrhein-Westfalen an. Die hochqualifizierten Bediensteten wie Ingenieure, Betriebswirte, Naturwissenschaftler, Sozialpädagogen und Mediziner sind vor allem für die Berufskollegs vorgesehen. Dort ist der Lehrermangel momentan besonders groß. Als Fächer kommen insbesondere Elektrotechnik, Maschinentechnik, Mathematik, Englisch, Ernährungsund Hauswirtschaft und Gesundheit in Frage. Landesbedienstete mit einem Meistertitel können in den Berufskollegs auch als Werkstattlehrer bzw. mit einem Fachhochschulabschluss als Technische Lehrer eingesetzt werden.

Ministerin Barbara Sommer: "Wir nutzen die wegen der notwendigen Verschlankung der Landesverwaltung frei werdende Erfahrung sinnvoll für die Entwicklung unserer Schulen und für die Beseitigung des Unterrichtsausfalls".

Von den bis zum Schuljahr 2007/2008 insgesamt 3.000 zur Verfügung stehenden zusätzlichen Lehrerstellen gegen Unterrichtsausfall sind bis zu 250 für die Landesbediensteten vorgesehen. Bis zum Ende der Legislaturperiode wird die Regierungskoalition von Ministerpräsident Rüttgers insgesamt 4.000 zusätzliche Stellen schaffen. Der Einsatz der qualifizierten Landesbediensteten soll aber nicht auf Berufskollegs beschränkt werden. Auch für die Hauptschulen, und hier gerade für den Ganztagsbereich, kommt dieses Personal in Frage. Möglich ist auch eine Tätigkeit als Lehrer oder Lehrerin in Mangelfächern an Real- und Gesamtschulen. Potenzielle Interessenten aus der Landesverwaltung werden über ihre jeweiligen Ministerien angesprochen. Die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer sollen auf ihre neue Tätigkeit gut vorbereitet werden.


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