Landeskongress "Schulen gestalten Zukunft" stieß auf breite Resonanz

"Die Bildung für nachhaltige Entwicklung, deren Themen seit vielen Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil der Allgemeinbildung sind, hat nicht nur in den Schulen sondern auch in der außerschulischen Bildungs- und Erziehungsarbeit entscheidend an Bedeutung gewonnen. Dabei kommt uns in Rheinland-Pfalz besonders zugute, dass das Netzwerk für Nachhaltigkeit hier hervorragend funktioniert. Diese Chance müssen und wollen wir weiter nutzen." Das unterstrichen die Staatssekretärinnen des Bildungs- und des Umweltministeriums, Vera Reiß und Jacqueline Kraege, heute auf dem Landeskongress "Schulen gestalten Zukunft" in der Kammgarn Kaiserslautern.

26.05.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Die in einer Kooperation beider Ministerien und unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsident Joachim Mertes organisierte Fachtagung stieß mit weit über 300 Anmeldungen auf eine ausgesprochen breite Resonanz. "Alle Akteure im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung sind heute hier vertreten, sei es in den Vorträgen und Foren oder in den Ständen der Ausstellung", freuten sich Bildungsstaatssekretärin Reiß und Umweltstaatssekretärin Kraege.

Wie wichtig ist Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule und im Alltag? Dieser Frage ging der Landeskongress nach. Die Podiumsdiskussion der beiden Staatssekretärinnen zeigte deutlich die gemeinsame Schwerpunktsetzung auf die Nachhaltigkeit als "Politik bestimmendes Leitbild der Landesregierung". In Rheinland-Pfalz stünden Themen wie der Klimawandel, der Schutz von natürlichen Ressourcen und insbesondere der Ressource Wasser, der Einsatz erneuerbarer Energien und die Erhaltung der Artenvielfalt ganz oben auf der Tagesordnung, betonte Jacqueline Kraege. Angesichts der derzeitigen globalen, aber auch der regionalen Situation müssten diese Themen sowohl in der Schule in den verschiedensten Fächern als auch in der außerschulischen Bildung unter verschiedenen Blickwinkeln immer wieder betrachtet und analysiert werden, ergänzte Vera Reiß. "Nur so gelingt es, den fälligen und nötigen Bewusstseinswandel zu verfestigen und in konsequentes umweltgerechtes Handeln umzusetzen", schlussfolgerten beide Staatssekretärinnen.

Über die Podiumsdiskussion hinaus lieferten die Fachvorträge anerkannter Experten, sechs Foren mit Workshop-Charakter sowie eine bunt gemischte Ausstellung in der Messehalle der Gartenschau Kaiserslautern mit Präsentationen von Schulprojekten, von schulnahen Umwelterziehungseinrichtungen (SchUR-Stationen), von Firmen, Nichtregierungsorganisationen und Instituten der Landesregierung eine breite Palette von Informationen zum Bereich der Nachhaltigkeitserziehung. So erweiterte Professor Gerhard de Haan, der Vorsitzende des Nationalkomitees für die UN-Dekade der Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005 bis 2014, den Themenbereich auf die bundesweiten Aktivitäten im Rahmen des Transfer-21-Programms. Der Unternehmer Joachim Fuhrländer, einer der Pioniere der Windenergienutzung in Rheinland-Pfalz, machte andererseits die wirtschaftlichen Perspektiven im Bereich der erneuerbaren Energien deutlich. In den Foren am Nachmittag beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann selbst in Workshops mit einer großen Bandbreite an Aspekten der Nachhaltigkeit. Themen waren beispielsweise die "Energieschule der Zukunft", der Zusammenhang zwischen globaler Entwicklung und globaler Verantwortung sowie lokalem Handeln am Beispiel Wasser, die Konzeption und Organisation von Schülerfirmen mit dem Schwerpunkt der Nachhaltigkeit, die Bedeutung und die Einbindung von SchUR-Stationen als Einrichtungen informeller Bildung in schulische Prozesse oder die Vermittlung von Grundzügen der Nachhaltigkeitsphilosophie in der Grundschule.


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