Baden-Württemberg

Landesregierung schickt 2.000 Lehrer/innen zum Arbeitsamt

Heute beginnen für 2.000 Lehrer/innen in Baden-Württemberg nicht die Sommerferien, sondern sie gehen nach der Verabschiedung ihrer Schüler/innen zu den Arbeitsagenturen und werden zu Hartz IV-Empfängern. Etwa 2.000 befristet angestellte und für Krankheitsvertretungen eingesetzte Lehrkräfte werden heute von der Landesregierung entlassen, obwohl die meisten von ihnen im neuen Schuljahr wieder unterrichten werden.

27.07.2011 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Diese meist jungen Lehrerinnen und Lehrer waren für die Schulen der Rettungsanker. Sie haben unter oft schwierigen Bedingungen und schlechter Bezahlung den Unterrichtsbetrieb in Baden-Württemberg aufrecht erhalten. Die meisten werden ab September wieder am Lehrerpult benötigt, aber jetzt trotzdem von der Landesregierung in die Arbeitslosigkeit geschickt. So geht kein guter Arbeitgeber mit seinen Fachkräften um. Auch die Schulleitungen hängen in der Luft, weil sie noch nicht wissen, ob die Unterrichtsversorgung ab dem 12. September gesichert ist. Wir erwarten von Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer (SPD) eine klare Zusage, dass diese Praxis gestoppt wird", sagte am Mittwoch (27.07.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg.

Die Bildungsgewerkschaft GEW spricht sich dafür aus, die befristeten Lehrerstellen wie in vielen anderen Bundesländern in feste Stellen umzuwandeln. Die Praxis der befristeten Beschäftigung veranlasst immer mehr junge Lehrer/innen, Baden-Württemberg zu verlassen.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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