Landeszentrale Vergleichsarbeiten ab dem nächsten Schuljahr ohne Noten

Die landeszentralen Vergleichsarbeiten in den Fächern Deutsch (Klasse 7), Mathematik (Klasse 8) und in der ersten Fremdsprache (Klasse 9) werden ab dem Schuljahr 2008/2009 nicht mehr benotet und gehen dann nicht mehr in die Zeugnisnote ein, erklärte Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. "Damit können wir uns stärker auf der wissenschaftliche Ausrichtung und Auswertung der Arbeiten konzentrieren und so die Unterrichtsentwicklung voranbringen."

28.09.2007 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Anlass für die Entscheidung der Bildungsministerin ist das diesjährige Ergebnis der Vergleichsarbeit Mathematik an den Gymnasien, das deutlich schlechter ausgefallen ist als in den Vorjahren. Es gibt es saarlandweit eine ganze Reihe von Klassen mit einem durchaus zufriedenstellenden Gesamtresultat, gleichzeitig aber eine große Zahl von Schülerinnen und Schülern, die mit den für sie offensichtlich ungewohnten Aufgabenstellungen nicht zurechtgekommen sind. Die wissenschaftliche Auswertung soll die Gründe hierfür klären.

Um Nachteile für die Schülerinnen und Schülern zu vermeiden, zählt die Vergleichsarbeit Mathematik des Gymnasiums bereits in diesem Schuljahr nicht als Klassenarbeit. Dennoch werden die Ergebnisse wie in jedem Jahr wissenschaftlich ausgewertet und an die Schulen zurückgemeldet. Ergebnisse, die sich positiv bei der Festsetzung der Halbjahres- und Jahresnoten auswirken, sind zu berücksichtigen.

Die saarländischen Vergleichsarbeiten werden seit dem Schuljahr 2004/2005 an allen Erweiterten Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien geschrieben. Sie werden von der Fachrichtung Erziehungswissenschaft der Universität des Saarlandes wissenschaftlich ausgewertet und geben den Schulen wichtige Hinweise zum Stand ihrer Arbeit im landesweiten Vergleich mit anderen Schulen. Gleichzeitig wurden die Vergleichsarbeiten auch als Klassenarbeiten gewertet. Diese Doppelfunktion der Arbeiten wurde in der Vergangenheit immer wieder kontrovers diskutiert, da die wissenschaftliche Ausrichtung eine unterrichtsadäquate Benotung nicht immer ermöglichte.


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