Pannen bei landesweiten Vergleichsarbeiten

"Die erneuten Pannen bei den landesweiten Vergleichsarbeiten an den Gymnasien insbesondere im Fach Mathematik zeigen, dass die Wertung der Arbeiten als echte Klassenarbeit zu einer Benachteiligung der Schülerinnen und Schüler führt," erklärt der Vorsitzende der Landeselternvertretung der Gymnasien Joachim Klesen. " Wir haben bereits bei der Einführung der Vergleichsarbeiten darauf hingewiesen, dass durch die Benotung in erster Linie nicht die Leistung der Schule sondern die Leistung der Kinder abgeprüft wird, was aber nicht Sinn der Sache ist. Die Wertung als reguläre Arbeit kann schnell zu einer Verschlechterung der Gesamtnote führen."

28.09.2007 Saarland Pressemeldung Gesamt Landes Elternvertretung des Saarlandes (GLEV)

Diese Befürchtung hat sich in diesem Jahr wieder einmal bewahrheitet, nachdem die Aufgabenstellung im Bereich Mathematik für die Schülerinnen und Schüler kaum zu bewältigen war und landesweit ein desaströses Ergebnis erzielt wurde. Weil das Zustandekommen der Noten in den landesweiten Vergleichsarbeiten auch von vielen Faktoren abhängt, auf die die Schüler keinen Einfluss haben und die nicht mit ihrer Leistungsfähigkeit zusammenhängen, können erhebliche Nachteile im Einzelfall eintreten.

"Die Vergleichsarbeiten müssen ein Mittel der Qualitätssicherung von Schule bleiben, und dürfen nicht nachteilig in die individuelle Bewertung der Schülerinnen und Schüler einfließen," so Klesen. "Wir begrüßen, dass Ministerin Kramp-Karrenbauer angekündigt hat, nicht nur die diesjährige Mathematikarbeit nicht zu werten, sondern in Zukunft auch die Vergleichsarbeiten generell nicht mehr zu benoten. Mit der Beschränkung auf eine wissenschaftliche Auswertung kommt sie einer Forderung der LEV Gymnasien nach."

Durch die Vergleichsarbeiten soll Qualität von Schule bewertet werden und nicht die individuelle Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler. Die Schulen sollen dadurch besser Defizite und Schwachstellen aufdecken können. Sinn ist es festzustellen, wie es im Einzelfall zu dem Ergebnis der Vergleichsarbeiten vor Ort gekommen ist. Die Stärken und Schwächen der Schulen müssen genau analysiert werden. Nur dann machen weitere Vergleichsarbeiten Sinn.


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