Landkreise und kreisfreie Städte müssen Schulnetz für die kommenden fünf Schuljahre planen
Bestandssichere Schulen - das ist das Ziel der langfristigen Planung, die von den Oberbürgermeistern der kreisfreien Städte und den Landräten der Kreise für den Zeitraum vom Schuljahr 2006/07 bis 2010/2011 derzeit vorgenommen wird.
28.10.2005 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-VorpommernEine besondere Herausforderung dafür stellt die Tatsache dar, dass der "Geburtenknick" nach dem Jahr 1990 mittlerweile den Sekundarbereich voll erfasst hat. In diesem Schuljahr gibt es an den öffentlichen Schulen (allgemein bildende und berufliche) ca. 213.000 Schüler. Im Schuljahr 2010/2011 werden es vermutlich nur noch ca. 150.000 sein.
An diese Entwicklung muss das Schulnetz angepasst werden.
Als Grundlage für die Planung hat das Bildungsministerium die Verordnung zur Schulentwicklungsplanung aktualisiert. Darin heißt es u.a., dass Grundschulen wohnortnah zu führen sind. Für die Jahrgangsstufe 1 sind mindestens 20 Schüler erforderlich, es sei denn, der einfache Schulweg überschreitet 40 Minuten. In diesen Fällen findet eine jahrgangsübergreifende Beschulung statt.
Desweiteren umfassen Gymnasien künftig nur noch die Jahrgangsstufen 7 bis 12, Ausnahmen sind anerkannte Musik- und Sportgymnasien.
Die Jahrgangsstufen 5 und 6 werden künftig als schulartunabhängige Orientierungsstufe den Regionalen Schulen und Gesamtschulen angeschlossen.
Regionale Schulen sind mindestens zweizügig und mit mindestens 36 Schülern in der Jahrgangsstufe 5 zu führen. Sollten für Schüler aber unzumutbare Schulwegzeiten entstehen, kann auch nur eine 5. Klasse, dann aber mit mindestens 22 Schülern gebildet werden.
Keine Kommentare vorhanden