Realschullehrer

Lasst die Schulen endlich in Ruhe arbeiten!

"Vom neuen Regierungsprogramm, über dem die mutmaßlichen rot-grünen Koalitionäre z.Zt. brüten, erwarte ich mir nur eins, nämlich dass man die Schulen endlich in Ruhe arbeiten lässt." Mit dieser Hoffnung spricht der Landesvorsitzende des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR) Bernd Karst ganz im Sinne von Tausenden von Lehrkräften an den rheinland-pfälzischen Schulen. Diese sind nämlich noch schwer damit beschäftigt, die 2008 beschlossenen Änderungen so sinnvoll und schülerschonend wie möglich in die Praxis umzusetzen.

15.04.2011 Pressemeldung Verband Reale Bildung

Nach den schwierigen Fusionen von ehemaligen Haupt- und Realschulen zu Realschulen plus oder zu Gesamtschulen, nach Einrichtung von Praxistagen, besonderen Abschlussklassen und Fachoberschulen, nach Schulen mit mehreren Standorten, nach der Umgestaltung von Wahlpflichtfächern und permanenter Evaluation sind die Pädagogen am Ende ihrer Kräfte und haben von Neuerungen erst einmal genug. Weitere Änderungen – auch wenn es nur "Reförmchen" im Rahmen von Koalitionskompromissen wären – würden auf erheblichen Widerstand des Verbandes treffen.

Notwendig ist allerdings die Unterstützung der Kollegien durch mehr Schulpsychologen und Schulsozialarbeiter. "Unabdingbar ist die Senkung der Klassenmesszahlen in den Berufsreifeklassen und –kursen auf 20 und in den Realschulbildungsgängen auf 25 Schüler", fordert VDR-Chef Karst. Er erwartet darüber hinaus die Anpassung der wöchentlichen Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte an die aktuellen Herausforderungen sowie die Erhöhung der Entlastung für die stets wachsende Zahl von Sonderaufgaben.

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Verband Reale Bildung

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