Anpassung

Hubig: Wir machen das Lehramtsstudium für berufsbildende Schulen attraktiver

„Die berufsbildenden Schulen leisten einen wichtigen Beitrag, die Fachkräfte von morgen auszubilden. Gerade in den technischen Fächern an berufsbildenden Schulen brauchen wir genügend Lehrkräfte, die die Schülerinnen und Schüler ausbilden können", so die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

01.02.2023 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz
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"Deshalb machen wir das Lehramtsstudium für berufsbildende Schulen nun attraktiver, indem wir an einigen Stellen die Landesverordnungen über die Anerkennung von Hochschulprüfungen als Erste Staatsprüfung oder als Erweiterungsprüfung für Lehrämter verändern“, sagt Dr. Stefanie Hubig weiter.

Beim Bachelor- und Masterstudiengang für das Lehramt an berufsbildenden Schulen können Studierende künftig neben dem beruflichen Fach auch ein verwandtes oder so-genanntes affines Fach anstatt eines allgemeinbildenden Faches studieren. Beispiels-weise kann ein Studium der Elektrotechnik dann durch die Fächer Automatisierungs-technik oder Medientechnik komplettiert werden statt durch ein allgemeinbildendes Fach wie Deutsch oder Englisch. Dadurch wird dem Bedarf an Lehrkräften mit technischen Fächern Rechnung getragen und es ermöglicht technikinteressierten Studierenden, sich noch stärker in diesen Bereichen zu spezialisieren. So können sie Lehr- und Lernprozesse für die Auszubildenden auf hohen Niveau gestalten. In einem ersten Schritt wird das Studium der sogenannten affinen Fächer Automatisierungstechnik und Medientechnik zum 1. April 2023 (Sommersemester 2023) an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau ermöglicht.

Weiterhin werden sukzessive die Studieninhalte aller Unterrichtsfächer für alle Lehramtsstudiengänge um die Aspekte Inklusion und Digitalisierung angepasst und erweitert. Im Rahmen der aktuellen Überarbeitung wurden bereits die Studieninhalte der Fächer Bautechnik, Bildungswissenschaften, Biologie, Elektrotechnik, Holztechnik, Mathematik, Metalltechnik und Musik weiterentwickelt. Das bedeutet beispielsweise konkret für das berufsbildende Fach Elektrotechnik, dass die Lehramtsstudierenden in der Technikdidaktik sowohl Methoden der individuellen Förderung als auch geeignete Software-Werkzeuge zur Unterstützung von Lehr-/Lern-Prozessen in inklusiven Klassen kennenlernen. „Für die Anforderungen von Inklusion und Digitalisierung ist es wichtig, dass alle angehenden Lehrkräfte bereits in ihrem Studium verstärkt Inhalte und Fertigkeiten erwerben, die sie für guten inklusiven Unterricht brauchen“, so die Ministerin.

„Rheinland-Pfalz ist es in den zurückliegenden Schuljahren immer gelungen, alle Planstellen mit grundständig ausgebildeten Lehrkräften zu besetzen. Dies wird auch im Verlauf des aktuellen Schuljahres der Fall sein. Damit steht Rheinland-Pfalz im Vergleich zu anderen Bundesländern weiterhin sehr gut da. Zugleich ist auch hier der bundesweite Fachkräftemangel zu spüren. Dem stellen wir uns und schauen stets, an welchen Stellschrauben wir Veränderungen vornehmen können, um den Lehramtsberuf und das Lehramtsstudium attraktiv zu gestalten“, so die Bildungsministerin zu den Neuerungen.


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