lehrer nrw fordert Entlastungen für Lehrkräfte
Keine neuen Erkenntnisse, dafür viele alte Probleme: Die Pressekonferenz von Schulministerin Sylvia Löhrmann bestätigt die Befürchtung, dass der Schulkonsens unter rot-grüner Ausführung die Weichen Richtung Einheitsschule stellt: Denn von den neuen 42 Sekundarschulen arbeiten – wie schon in der ersten Einführungswelle im letzten Jahr – fast alle integriert oder teilintegriert.
30.08.2013 Pressemeldung lehrer nrwDen ebenfalls im Schulkonsens festgeschriebenen kooperativen Weg schlagen nur drei neue Sekundarschulen ein. "Es bleibt dabei: So wie sie sich jetzt entwickelt, ist die Sekundarschule nichts anderes als eine Gesamtschule light", erklärt Brigitte Balbach, Vorsitzende von lehrer nrw.
Besonders bedauerlich ist, dass die Ministerin vor lauter Erfolgsmeldungen kein einziges Wort über die diejenigen verloren hat, die die neue Sekundarschule, die Inklusion und viele andere politische Vorgaben umsetzen und mit Leben füllen sollen: die Lehrerinnen und Lehrer. In Zeiten des Schulfriedens und einer weitgehend zahmen Opposition wäre es nun dringend erforderlich, dass die Ministerin den Blick auf die Basis richtet – auch in ihrem eigenen Interesse. Denn die Lehrkräfte sind schon zu Beginn des Schuljahrs frustriert", betont Balbach.
Lehrerinnen und Lehrer müssen eine wachsende Flut von unterrichtsfremden Tätigkeiten und Aufgaben bewältigen. Dazu zählen eine zunehmende Fülle von Konferenzen und Besprechungen – auch über die neue Schullandschaft. Dazu zählt ebenfalls, dass Lehrkräfte bei der Bewältigung der Zukunftsaufgabe Inklusion nach wie vor allein gelassen werden. Dazu zählt nicht zuletzt, dass Lehrerinnen und Lehrer immer mehr Erziehungsaufgaben übernehmen müssen, weil viele Elternhäuser dazu nicht willens oder in der Lage sind. "Wir fordern die Ministerin auf, endlich für Arbeitsentlastung zu sorgen. Dazu gehören zum Beispiel Verwaltungsassistenten und Sozialarbeiter für alle Schulen sowie mehr Kapazitäten an Schulpsychologen in den Regionen.
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