Lehrerinnen und Lehrer sind mehr als lebendiges Sparpotenzial
"Wer nach den nächsten PISA-Tests nicht wieder über die schlechten Resultate in Deutschland und Schleswig-Holstein rumjammern will, darf bei der Bildung nicht sparen, sondern muss hier sogar noch stärker investieren", sagte Dr. Kai Niemann, Landesvorsit-zender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Freitag, 10. März 2006, in Kiel zu Presseberichten über vermeintliche Sparmaßnahmen der Landesregierung im Bil-dungsbereich. Von Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave erwarte er, sich Sparplänen im Bil-dungsbereich mit Nachdruck entgegen zu stellen.
10.03.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-HolsteinDer GEW-Landesvorsitzende warnte davor, Beamtinnen und Beamte nur als "lebendiges Sparpotenzial für den Landeshaushalt" zu betrachten. "Die zuletzt beschlossene Arbeitszeit-verlängerung ist für die Lehrerinnen und Lehrer noch gar nicht umgesetzt, da will der Fi-nanzminister schon wieder ans Portemonnaie der Beamten, indem er das Weihnachts- und Urlaubsgeld ganz streichen will. Das ist ein erneuter Schlag ins Gesicht für alle Lehrerinnen und Lehrer, die sich jeden Tag mit großem Engagement um die Bildung von Kindern und Ju-gendlichen kümmern."
Auf scharfe Ablehnung stieß beim GEW-Landesvorsitzenden auch der Plan, die Eingangs-besoldung für Lehrkräfte abzusenken. "Bei drohendem Lehrermangel qualifizierte junge Leu-te für den Beruf der Lehrerin und den Beruf des Lehrers zu gewinnen, gelingt nur, wenn sie für ihre schwere und anspruchsvolle Arbeit ein angemessenes Gehalt bekommen."
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