Lehrerstellen: SPD-Kritik hanebüchen

Es könnte fast erheiternd sein, wenn es nicht so ärgerlich wäre: Mal wieder beklagt die SPD Lehrermangel in NRW, verschweigt aber, dass sie selbst Ursache des Problems ist. "In ihrer Regierungsverantwortung hat es die SPD über Jahre fahrlässigerweise versäumt, ausreichende Einstellungskontingente sicherzustellen und kontinuierlich für Nachwuchs zu sorgen. Deshalb ist der Unter- und Mittelbau in der Altersstruktur der Lehrerschaft erschreckend dünn. Wenn demnächst die Pensionierungswelle anrollt, wird sich diese Problematik noch verschärfen", erklärt Brigitte Balbach, Vorsitzende des Realschullehrerverbandes NRW. "Es bleibt festzuhalten, dass die Landesregierung hier von Anfang an erkennbar gegengesteuert hat."

12.08.2009 Pressemeldung Realschullehrerverband NRW

Gleichwohl ist die Lehrerversorgung an den Realschulen noch nicht optimal. Lehrermangel herrscht zum Beispiel im Fach Englisch und in den naturwissenschaftlichen Fächern. Hier müssen aus Sicht des RLV weitere Anreize geschaffen werden, um den Lehrerberuf attraktiver zu machen. Die Anhebung der Verbeamtungsgrenze auf 40 Jahre ist ein erster Schritt. Speziell für die Realschulen fordert der RLV die Wiedereinführung der Eingangsbesoldung nach A13, wie in anderen Bundesländern üblich. Die Absenkung auf A12 ist eine weitere Altlast der SPD, unter der die Realschulen heute noch leiden.

"Vor diesem Hintergrund ist es hanebüchen, dass die SPD für ihre eigenen Versäumnisse nun die Landesregierung verantwortlich machen will. Einen Fünf-Punkte-Plan, wie ihn Ute Schäfer heute vorgestellt hat, hätte sie lieber zu ihrer Zeit als Ministerin abarbeiten sollen", so Balbach.


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