Lehrerverband zur Schulpolitik in Hamburg und im Saarland: "CDU ist schulpolitisch immer weniger erkennbar"

Mit Unverständnis hat der Deutsche Lehrerverband (DL) auf die jüngsten schulpolitischen Entscheidungen bzw. Absichten der CDU-geführten Landesregierungen in Hamburg und demnächst im Saarland reagiert.

12.10.2009 Pressemeldung Deutscher Lehrerverband (DL)

Wörtlich sagte DL-Präsident Josef Kraus: "Die CDU Hamburgs hat sich aus der Schulpolitik restlos verabschiedet und diese den Träumen der Koalitionspartners GAL überantwortet. Das Ergebnis wird sein, dass es sich Hamburg bei zukünftigen Schulleistungsstudien endgültig am Ende der Tabelle bequem machen kann. Was Hamburg mit einer Kappung des Gymnasiums von insgesamt neun auf sechs Jahre veranstaltet, ist die Zerschlagung der in Hamburg letzten noch halbwegs tüchtigen Schulform und die Nachahmung eines anderen PISA-Verlierers, nämlich Berlins.

Davon unbeeindruckt, begibt sich das Saarland unter CDU-Führung jetzt mit einer Ver-längerung der Grundschule und einer Amputation des Zugpferdes Gymnasium um zwei Schuljahre ebenfalls auf diesen Weg. Das Saarland wird sich damit auch als Standort am hinteren Tabellenende einrichten können.

Insgesamt scheint die CDU nach ihrem miserablen Wahlergebnis vom 27. September immer noch nicht erkannt zu haben, dass man mit Profillosigkeit und mit einer Sozialdemo-kratisierung der eigenen Politik keine Wähler mobilisiert. Wer vereinheitlichte Schule will, wählt linke Originale, nicht das Imitat CDU."


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