"Leistungen richtig einordnen" - Kultusminister appelliert an Eltern, Zwischenzeugnis nicht überzubewerten

"Das Zwischenzeugnis sagt nicht mehr und nicht weniger aus als eine Zwischenzeit im Sport. So wie ein Sportler im zweiten Teil eines Rennens einen Rückstand aufholen kann, so ist es auch bei schlechten Schulleistungen im ersten Halbjahr durchaus möglich, seine Leistungen in der zweiten Schuljahreshälfte deutlich zu verbessern", ermutigte Kultusminister Siegfried Schneider diejenigen bayerischen Schülerinnen und Schüler, die dem Zeugnistermin an diesem Freitag mit gemischten Gefühlen entgegensehen.

12.02.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Wie ein Trainer im Sport sollten Eltern mit ihren Kindern die Leistungen des ersten Halbjahres möglichst sachlich analysieren. Bei Schwierigkeiten rate er dazu, sich zunächst an die jeweiligen Lehrkräfte zu wenden, unterstrich der Minister: "Die Lehrer, die in der Klasse unterrichten, kennen Ihr Kind am besten. Im direkten Kontakt lassen sich die Ursachen für schlechte Noten in der Regel schnell herausfinden." Dies sei die wichtigste Voraussetzung, um Defizite erkennen und Schwächen ausgleichen zu können. "Vor allem, wenn es um Fragen der Schullaufberatung geht, empfiehlt es sich, sich an die Staatlichen Schulberatungsstellen zu wenden", so der Minister. "Dort stehen den Ratsuchenden echte Profis zur Seite." Sprechzeiten und Telefonnummern der staatlichen Schulberater sind unter http://www.schulberatung.bayern.de abrufbar.

Die Eltern ermunterte Schneider, positive Leistungen ihrer Kinder anzuerkennen und auf schlechte Noten besonnen zu reagieren: "Dank der hohen Durchlässigkeit unseres Schulsystems stehen jedem Schüler viele Bildungswege offen", unterstrich der Minister. Um Anmeldefristen nicht zu versäumen, könne es gegebenenfalls sinnvoll sein, sich rechtzeitig über einen Wechsel der Schulart Gedanken zu machen.

Wichtig sei vor allem auch, Veränderungen der Leistungen zu beobachten und entsprechend zu würdigen: "Ein Kind, das sich zum Beispiel von Note 4 in Englisch auf Note 3 gesteigert hat, hat sich unter Umständen mehr angestrengt als ein Schüler, der in diesem Fach seit Jahren regelmäßig gute Leistungen bringt", so Schneider. "Die überwiegende Mehrheit unserer Schülerinnen und Schüler kann mit ihren Zeugnisse zufrieden sein oder sich sogar darüber freuen", betonte der Minister. "Nach den Anstrengungen der letzten Wochen wünsche ich allen - Schülern wie Lehrern - eine erholsame Ferienwoche. Mögen sie diese 'Halbzeitpause' nutzen, um Kraft zu sammeln für die Herausforderungen des zweiten Schulhalbjahres!"


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