Bayern

"LEV-Umfrage wird Teil meiner Monitoring-Strategie"

Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle lässt in den kommenden zehn Tagen an bayerischen Gymnasien in einer vierten repräsentativen Umfrage erheben, wie die neue Oberstufe des achtjährigen Gymnasiums vor Ort umgesetzt wird. Dabei ist es dem Minister wichtig, wie die Schulen mit den Impulsen des Ministeriums umgehen. "Auch die Umfrage der Landeselternvereinigung wird Teil meiner Monitoring-Strategie", so der Minister.

07.05.2010 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Diese Strategie werde ich konsequent weiterverfolgen. Dabei werden alle Rückmeldungen ernst genommen", unterstrich Minister Spaenle.

Zu den Fragen an die Schulen im Rahmen der aktuellen Erhebung zählen u.a.

  • Welche Maßnahmen ergreifen die Schulen, um die Praxis der Leistungserhebungen in den Fächern und Seminaren an die pädagogische Situation der neuen Oberstufe anzupassen?
  • Haben die Schüler die vom Ministerium eröffnete Möglichkeit genutzt, ihre Stundenzahl zu reduzieren?
  • Wie verlief die Wahl der Projektseminare für das kommende Schuljahr?
  • Wo benötigten die Schulen noch Unterstützung?
  • Welchen Nutzen hatten die Lehrkräfte von den eigens erstellten einschlägigen fachlichen Hinweisen für die Gestaltung des Unterrichts auf dem Grundkursniveau?

Der neuerlichen Erhebung des Ministeriums waren schon drei vorausgegangen.

  1. Im Frühjahr 2009 hatte der Minister die Oberstudiendirektoren hin- sichtlich der notwendigen Budgetausstattung zur Einführung der neuen Oberstufe befragt und ein zusätzliches Stundenbudget in Höhe von 3,6 Prozent zur Verfügung gestellt.

  2. Im Herbst 2009 hatte er die Belastung von Schülern bei den Schulen erhoben. Der Minister hatte dabei eine Entlastungen der Schüler durch die Um- und Abwahl von Fächern ermöglicht sowie die Ausrichtung der Anforderungen auf dem Niveau der bisherigen Grundkurse ver- deutlicht.

  3. Im Februar diesen Jahres hatte Minister Spaenle die Halbjahresnoten der Jahrgangsstufe 11 des achtjährigen Gymnasiums und der Jahrgangs- stufe 12 des neunjährigen Gymnasiums erheben lassen. Die Erhebung ergab, dass die Durchschnittsnoten der Schüler beider Formen des Gymnasiums nahezu gleich gut ausfallen.

Prozesssteuerung hat sich bewährt - Schüler bis zum Abitur begleiten

"Mit aller Konsequenz lasse ich die Einführung der Oberstufe des achtjährigen Gymnasiums weiterhin überprüfen und als Prozess steuern. Wir wollen die Schüler begleiten, bis sie das Abiturzeugnis in ihren Händen halten", so der Minister. Mögliche Probleme will er rasch erkennen und sie angehen.

Minister Spaenle begrüßt die Umfrage der Landeselternvereinigung zur Belastung der Schülerinnen und Schüler an den Gymnasien. "Wir werden die Ergebnisse prüfen. Die Probleme, die hier zu Tage gefördert werden, werden wir angehen", so der Minister.

Zum Ende des Schuljahres wird Minister Spaenle die Jahresnoten der Schüler der Jahrgangsstufe 11 des achtjährigen und der Jahrgangsstufe 12 des neunjährigen Gymnasiums erneut abfragen und vergleichen lassen.


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