Rheinland-Pfalz

Mehr als 100 Schulen wählen "ihren" Landtag via Internet

Schon im Vorfeld der Landtagswahl für die 16. Legislaturperiode am 27. März 2011 werden Schülerinnen und Schüler ab der Klassenstufe 7 aus insgesamt 109 weiterführenden Schulen aller Schularten durch eine Internetabstimmung ihren eigenen neuen Landtag wählen. Die Chance dazu bietet das Projekt "Juniorwahl", das von dem in Berlin ansässigen Verein Kumulus e.V. in einem Kooperationsprojekt mit dem Bildungsministerium, dem Landtag und der Landeszentrale für politische Bildung in Rheinland-Pfalz organisiert wird.

03.01.2011 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Ich freue mich sehr über den großartigen Erfolg der ,Juniorwahl´. Noch nie haben so viele Schulen an diesem Projekt teilgenommen wie dieses Mal", sagte Bildungsministerin Doris Ahnen. Der Schirmherr der "Juniorwahl 2011", Landtagspräsident Joachim Mertes betonte: "Demokratie lebt vom Mitmachen. Mit dem Projekt ,Juniorwahl´ wird ein wertvoller und reizvoller Akzent gesetzt, um Schülerinnen und Schüler noch stärker an Prozesse der demokratischen Willensbildung heranzuführen. Das ist eine Chance, dass daraus auch ein breiteres demokratisches Engagement junger Menschen entsteht." Und der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Dieter Schiffmann, unterstrich: "Wir sind sehr froh darüber, dass es gelungen ist, alle Bewerbungen zu berücksichtigen. So können viele Jugendliche auf spielerische Weise einen Einblick in demokratische Verfahrensweisen bekommen und hoffentlich positive Erfahrungen machen."

Seit der Bundestagswahl 2002 gibt es in Rheinland-Pfalz parallel zu Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen einen fiktiven Urnengang von Schülerinnen und Schülern. Im Vergleich zur Bundestagswahl 2002 hat sich die Zahl der teilnehmenden Schulen bei der "Juniorwahl 2011" mehr als verdreifacht. Bei der letzten Landtagswahl 2006 hatten 53 weiterführende Schulen im Land an dem Projekt teilgenommen. "Ein ganz wichtiger Beitrag für das Gelingen des Projektes ist die sehr gute und enge Kooperation von Landtag, Landeszentrale für politische Bildung und Bildungsministerium. Immer wieder wird Rheinland-Pfalz bescheinigt, dass diese Kooperation hier im Land bundesweit vorbildlich sei", hielt Doris Ahnen fest und dankte allen Beteiligten.

Die simulierte Landtagswahl werde in den Schulen intensiv vorbereitet, so die Bildungsministerin. Etwa einen Monat lang würden in verschiedenen Fächern unterschiedliche Aspekte von Wahlen in demokratischen Staatsformen behandelt. Den Lehrkräften würden dazu spezielle stark handlungsorientierte Unterrichtsvorschläge als Anregung und Ergänzung ohnehin vorhandener Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt. Höhepunkt der Landtagswahl sei selbstverständlich der eigentliche "Urnengang", der unter Realbedingungen, beispielsweise mit Wahlbenachrichtigungen, Wählerlisten und Wahlvorständen in der Woche vor dem 27. März 2011 stattfinde. Die Ergebnisse der "Juniorwahl" werden allerdings – wie bei der "echten" Landtagswahl auch – erst nach Schließung der Wahllokale am 27.3. um 18 Uhr veröffentlicht und zwar im Internet unter: www.juniorwahl.de. Unter dieser Adresse finden sich im Übrigen bereits jetzt auch weitere Hintergrundinformationen zu dem Projekt.


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