Mehr als 600 Neueinstellungen zum neuen Schuljahr

Zu Beginn des Schuljahres 2006/2007 sind an den Thüringer Schulen insgesamt rund 630 Einstellungen vorgesehen. Das entspricht etwa der Größenordnung des Vorjahrs.

04.07.2006 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Damit werden künftig insbesondere die Grundschulen mit 200, die Förderschulen mit 83 und die berufsbildenden Schulen mit 182 geplanten Neueinstellungen personell verstärkt. Außerdem werden 58 sonderpädagogische Fachkräfte und befristet 100 Horterzieher eingestellt. An den Regelschulen und Gymnasien, an denen es gegenwärtig keinen Personalbedarf gibt, erhalten die drei jeweils besten Lehramtsanwärter des laufenden Jahres ein für zwei Schuljahre befristetes Stellenangebot. Sowohl für die Förderschulen als auch für die berufsbildenden Schulen wurde allen Thüringer Absolventen ein Stellenangebot unterbreitet. Die Einstellungen erfolgen unbefristet in Teilzeitarbeitsverhältnissen entsprechend dem Floating-Modell.

Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) sagte dazu: "Trotz immer noch sinkender Schülerzahlen stellt der Freistaat auch im neuen Schuljahr wieder Lehrer und Erzieher ein. Wir müssen die Schulen in Thüringen zukunftsfähig machen. Dazu zählt auch, dass kontinuierlich jungen Absolventen eine Chance für einen Berufseinstieg gegeben wird. Vor dem Hintergrund der in den einzelnen Schularten stark schwankenden Schülerzahlen bedarf es zudem noch sozial- und haushaltsverträglicher Modelle, die die vorhandenen Ressourcen pädagogisch sinnvoll ausschöpfen. Dass in Thüringen eine Personalpolitik mit Augenmaß betrieben wird, zeigt die Schüler-Lehrer-Relation, die sich im Bundesvergleich sehen lassen kann. Die Thüringer Schüler haben mehr von ihren Lehrern. Das gute Abschneiden Thüringens beim PISA-Ländervergleich hat dies deutlich gezeigt.

In diesem Schuljahr besuchen rund 262.000 Schüler die staatlichen Schulen im Freistaat. Das ist ein Drittel weniger als vor 15 Jahren. Im kommenden Schuljahr werden es noch einmal 14.000 Schüler weniger sein. Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer ist seit Anfang der 90-er Jahre von rund 32.800 auf aktuell rund 24.100 zurückgegangen. Dazu kommen noch rund 2.900 Horterzieher und sonderpädagogische Fachkräfte. Verschiedene Arbeitszeitmodelle wie Floating, Swing oder auch Altersteilzeit haben bewirkt, dass die vorhandene Arbeit solidarisch auf mehr Schultern verteilt wurde und wird. Die Schüler-Lehrer-Relation im Freistaat liegt in den Grundschulen bei 15,1, in der Regelschule bei 11,5, in den Gymnasien in Klasse 5 bis 10 bei 13,9 und in Klasse 11/12 bei 11,0 und damit besser als in den meisten Bundesländern. Selbst der Wert für Förderschulen und berufsbildende Schulen, Schularten in denen in Thüringen Lehrer gesucht werden, ist mit 6,5 Schülern pro Lehrer in Förderschulen und 33,1 in Berufsschulen überdurchschnittlich.

Zum 1. Juli, dem einzigen Beförderungstermin in 2006, war es in diesem Jahr erstmals möglich, 17 Thüringer Schulleiter von Gymnasien und berufsbildenden Schulen zu Oberstudiendirektoren zu ernennen. "Viele Pädagogen haben in leitenden Funktionen zum Aufbau des Thüringer Schulwesens beigetragen und hervorragende Arbeit geleistet. Dieses Engagement hat unser Bildungssystem spürbar vorangebracht", so Minister Goebel abschließend.


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