Mehr Chancen für Jugendliche mit Behinderung

Kultusstaatssekretär Bernd Sibler sprach heute bei der Eröffnung der Fachtagung zum 10jährigen Bestehen des Bundesverbands der in Deutschland tätigen Konduktoren in München ein Grußwort. Er betonte, dass Fördermaßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen besonders wirksam seien, wenn Pädagogik, Psychologie und medizinisch geleistete Therapie sowie tägliches Leben miteinander verknüpft werden. Für das bayerische Schulwesen bedeute dies, Sonderschullehrkräfte, Erzieher, Heilpädagogische Förderlehrer, Konduktoren, Psychologen, Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und Pflegekräfte zusammenzuführen und in ihrer Abstimmung zueinander zu fördern, so der Staatssekretär. Die "Konduktive Förderung" helfe bei diesem Ansatz, fügte er hinzu.

27.10.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Die "Konduktive Förderung" verkörpert einen ganzheitlichen Bildungsansatz und richtet sich an Menschen mit Störungen des Zentralen Nervensystems, also an Menschen, die unter zerebralen Bewegungsstörungen leiden. "Den Menschen und seine Persönlichkeit ganzheitlich und komplex fördern, so dass eine frühest mögliche Integration erreicht werden kann" - so lautet das Grundprinzip des ungarischen Professors András Petö, dem Begründer der Konduktiven Förderung.

Kultusminister Siegfried Schneider und Sozialministerin Christa Stewens haben die Schirmherrschaft über den Jubiläumskongress übernommen. Beide Ministerien unterstützen seit Jahren die Aus- und Weiterbildung von entsprechendem Fachpersonal und die Umsetzung konduktiver Konzepte in schulischen und sozialen Einrichtungen.


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