Bayern

Mehr Lehrer, mehr Geld, mehr Zeit

Der Freistaat Bayern wird im Schuljahr 2012/2013 seinen Schülerinnen und Schülern mehr Chancen eröffnen, die eigenen Talente und Interessen zu entfalten und höhere Bildungsabschlüsse erwerben zu können. Dazu tragen mehr Lehrkräfte ebenso bei wie die Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler, mehr Zeit für den eigenen Bildungsweg zu beanspruchen. Insofern realisiert das Bayerische Kultusministerium zum neuen Schuljahr bessere Bedingungen an den Schulen.

10.09.2012 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Um Verbesserung zu realisieren, investiert Bayern mehr Geld und beschäftigt mehr Lehrkräfte. Bayern beschäftigt in diesem Schuljahr die höchste Zahl von Lehrkräften seit 1946.

Der Haushalt des Freistaats Bayern liefert durch die Initiative Aufbruch Bayern die materielle Grundlage. Fast 10 Milliarden Euro stehen im Haushaltsjahr 2012 für die schulische Bildung zur Verfügung, rund ein Viertel mehr als noch vor zehn Jahren.

Das Betreuungsverhältnis zwischen Lehrkräften und Schülern wurde weiter verbessert und liegt an allgemein bildenden Schulen erstmals bei 14,6 Schüler pro Lehrer, vor fünf Jahren lag es noch bei 16,2.

Bayern konnte an mehreren Schularten auch die durchschnittliche Klassenstärke durch den Einsatz von mehr Lehrkräften senken, z.B. an den Grundschulen auf 21,4 Schülerinnen und Schüler und an den Mittelschulen auf den historisch niedrigsten Durchschnittswert von 19,9 Schülerinnen und Schülern.

Bei einer steigenden Anzahl von Schülerinnen und Schülern, die den mittleren Bildungsabschluss oder das Abitur erreichen, konnte zudem die Anzahl der jungen Menschen, die die Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen, auf 5,2 Prozent gesenkt werden - gemeinsam mit Baden-Württemberg der niedrigste Wert in Deutschland.

Der Erhalt von Schulstandorten trägt zu gleichwertigen Bildungschancen in Bayern bei, dazu investiert der Freistaat Lehrerstellen. 2007/2008 z.B. wurden noch 45 Hauptschule geschlossen, zu Ablauf des Schuljahres 2011/20112 sind drei Mittel-/Hauptschulen aufgehoben worden.

Die Neugründung der Schulen trägt zu gleichwertigen Bildungschancen bei. Das Ministerium hat deshalb seit 2008 insgesamt 16 Realschulen und 12 Gymnasien neu gegründet und das Bildungsangebot im Freistaat abgerundet - allein zum Schuljahr 2012/2013 waren es neun Realschulen und drei Gymnasien. Ebenso wurden 15 Technikerschulen in ländlichen Regionen genehmigt. Weitere Gründungen beruflicher Schulen ergänzen die positive Entwicklung. Die Ausweitung des Modellversuchs "Berufsschule plus" auf 19 Standorte eröffnet zusätzliche Bildungschancen.

Um die Lernsituationen für die Schülerinnen und Schüler weiter zu verbessern und auf die Bedürfnisse und Entwicklung der Kinder und Jugendlichen auszurichten:

  • weitet das Kultusministerium gemeinsam mit der Stiftung Bildungspakt Bayern z.B. den Modellversuch "Flexible Grundschule" von 20 auf 80 Schulen aus. An der Flexiblen Grundschule können Kinder die ersten beiden Jahrgangsstufen der Grundschule in einem, zwei oder drei Jahren durchlaufen.
  • erhöht das Ministerium z.B. die Anzahl der Einführungsklassen, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss unmittelbar für die Oberstufe des Gymnasiums vorbereiten können, von 58 auf 92.
  • erhöht das Ministerium beispielsweise die Anzahl der Vorklassen, die junge Menschen mit mittlerem Bildungsabschluss als Vorbereitung auf die Fachoberschule besuchen, von derzeit 3 auf 33.
  • weitet das Ministerium das Modell 9+2 von Mittelschulen bzw. Mittelschulen und Realschulen auf 29 Standorte aus. An diesen können Schülerinnen und Schüler mit qualifizierendem Hauptschulabschluss in zwei Jahren den mittleren Bildungsabschluss erwerben.

Die Anzahl der gebundenen Ganztagszüge wird zum Schuljahr 2012/2013 um ein Sechstel auf nun 1.110 erhöht, die der offenen Ganztagsgruppen um knapp 300 auf nun 3.677 und die der Mittagsbetreuung um rund 500 Gruppen auf nun 6.072 Gruppen.

Der Freistaat Bayern konnte zum Schuljahr 2012/2013 auch die Unterrichtspflichtzeit für die Lehrkräfte in einem ersten Schritt reduzieren und setzt diese im Schuljahr 2013/2014.

Es wäre wünschenswert, dass der BLLV-Präsident Wenzel die Fakten zur Kenntnis nehmen würde und nicht eine einseitige Wahrnehmung verbreitet.


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