Mehr Mädchen in Werkstatt und Labor: 600.000 Euro für Technikförderung in Schulen

Mehr Mädchen und junge Frauen sollen sich in Zukunft für einen technischen Beruf entscheiden. Um dieses Ziel zu erreichen, haben Schulministerin Barbara Sommer und Frauenminister Armin Laschet zum ersten Mal das Projekt "Mädchen wählen Technik – Berufs- und Lebensplanung für Mädchen mit besonderer Berücksichtigung von technischen Berufen" ins Leben gerufen. Die Europäische Union und die nordrhein-westfälische Landesregierung finanzieren das zunächst auf 21 Monate angelegte Projekt mit rund 600.000 Euro. Die Stiftung Partner für Schule NRW organisiert "Mädchen wählen Technik". In einem mehrstufigen Schulwettbewerb sollen erprobte schulische Ansätze erfasst und prämiert werden. Bestehende Institutionen und Strukturen sollen vernetzt werden und weitere Schulen gewonnen werden, sich in ähnlicher Weise zu engagieren.

28.06.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Frauenminister Armin Laschet betont: "Um die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Nordrhein-Westfalen zu gewährleisten, müssen sich die vorhandenen Talente der jungen Menschen in unserem Land bestmöglich entfalten können. Mit dem Projekt "Mädchen wählen Technik" wollen wir jungen Frauen dabei helfen, ihre vorhandenen Potenziale im naturwissenschaftlich-technischen Bereich noch besser zu erkennen und zu nutzen." Bisher sind die Auszubildenden in diesem Bereich weitgehend männlich. So liegt in den Ingenieurswissenschaften der Anteil der Studentinnen bei lediglich 20 Prozent. In den IT-Ausbildungsberufen sind nur unter zehn Prozent der Auszubildenden weiblich.

Die pädagogische Relevanz des Konzeptes erklärt Schulministerin Barbara Sommer: "Es ist ein wichtiger Baustein der individuellen Förderung, Jugendliche auf der Basis ihrer einzigartigen Fähigkeiten auf die Berufswelt vorzubereiten. Durch das Projekt ´Mädchen wählen Technik´ unterstützen wir die Schulen: Schülerinnen, die überdurchschnittliche Leistungen in den Naturwissenschaften erreichen, sollen ermutigt werden, auch Berufe aus diesem Bereich zu wählen."

Kern des Projektes ist ein Schulwettbewerb, der schulische Lernprozesse nachhaltig verändern will. Die erste Phase startete bereits am ersten Januar diesen Jahres und endet am 17. August. Schulen, in denen eine verstärkte Technikorientierung bei der Berufsorientierung von Schülerinnen bereits umgesetzt wurden, sind während dieser Zeit aufgefordert, an einer Onlinebefragung teilzunehmen. In einer zweiten Phase werden die Ansätze auf Tagungen mit anderen Schulen ausgetauscht. In einer dritten Phase wird ein Wettbewerb ausgeschrieben, in dessen Rahmen Schulen eigene Ansätze zum Thema "Mädchen wählen Technik" verwirklichen. Daran können sich rund 200 Schulen beteiligen, die bei der Entwicklung und Umsetzung der spezifischen Berufswahlkonzepte unterstützt werden, zum Beispiel durch Angebote zum Projektmanagement, Patenschaften oder Öffentlichkeitsarbeit. Dabei steht die Vernetzung bestehender Institutionen und Strukturen im Vordergrund. In der vierten und letzten Phase schließlich werden 20 Beispiele prämiert. Die Ergebnisse von "Mädchen wählen Technik" werden auf einer Abschlusstagung Schulen, Multiplikatoren und Multiplikatorinnen, Initiativen und der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.

Nähere Informationen finden Sie unter www.maedchenwaehlentechnik.nrw.de


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