Minister Tesch besucht Frühjahrsplenartagung des Landeselternrates Mecklenburg-Vorpommern in Mirow
Gerne folgte der Bildungsminister Henry Tesch der Einladung des Landeselternrates Mecklenburg-Vorpommern zur Frühjahrstagung nach Mirow. Die diesjährige Tagung findet unter der Überschrift "Individuelle Förderung und Forderung" statt.
26.03.2007 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-VorpommernMinister Tesch ist davon überzeugt, dass kein anderer Bereich wie die Bildungspolitik auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit der Beteiligten angewiesen ist. Dies seien zu allererst Kinder und Jugendliche als Schüler sowie deren Eltern und Lehrer. Dieses müsse aber in einem gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang gesehen werden. Minister Tesch dankte den Anwesenden für ihr persönliches Engagement: "Unsere gemeinsame Basis ist nicht nur, dass wir Eltern sind und uns der Bildungspolitik in besonderer Weise verpflichtet haben, sondern auch, dass wir die Chance haben, an entscheidender Stelle daran mitzuwirken, dass sich in unserem Land ein zukunftsfähiges Bildungssystem entwickelt."
"Wir müssen mit den Anforderungen der Globalisierung, den bildungspolitischen Zielen der EU (Lissabon-Strategie) sowie den Bildungswettbewerb der Länder der Bundesrepublik umgehen. Für die Schule bedeutet dies in aller erster Linie, nach jahrelangen äußeren Veränderungen der inhaltlichen Entwicklung Raum zu geben." so Minister Tesch weiter.
Dafür benötigen unsere Schulen ein neues Leitbild. Es gebe keine Alternative zur inhaltlichen Entwicklung der Schule. Eine moderne Schule müsse zukünftig:
- zu einem akzeptierten Lebensmittelpunkt der Schülerinnen und Schüler werden,
- die Bildungspartnerschaft der Beteiligten ermöglichen,
- einen hohen Leistungsanspruch realisieren und
- allen Schülerinnen und Schülern durch individuelle Förderung die Chance auf erfolgreiche Bildungsabschlüsse geben.
Eine solche Schule lasse sich nicht zentral verordnen. Sie ist angewiesen auf gute Rahmenbedingungen und engagierte Schulleiter, Lehrer, Schüler und Eltern, die partnerschaftlich zusammenarbeiten. Die Bildungspolitik orientiere sich an einem Leitbild, das im Rahmen der Stärkung der Einzelschule Qualitätssicherung und -entwicklung sowie die individuelle Förderung von Schülern in den Mittelpunkt stelle.
In seiner weiteren Rede stellte Minister Tesch die Schwerpunkte seiner künftigen Schulpolitik in M-V vor. Dabei betonte er, dass der Koalitionsvertrag Grundlage seines politischen Handelns sei und damit Verlässlichkeit in die Schulpolitik einkehre.
Die Qualität von Schule hänge nicht zwangsläufig von der Schulgröße ab. Dennoch müssten gerade die weiterführenden Schulen, wie Regional Schulen, Gesamtschulen und Gymnasien eine Größe haben, die es ermögliche, auch die angestrebte Qualität zu erzeugen. Das Schulnetz in Mecklenburg-Vorpommern soll für Stadt und Land eine stabile, langfristige Versorgung garantieren. Planungsparameter müssen daher künftig so gestaltet sein, dass diese Ansprüche erfüllt werden können. Weitere strukturelle Entscheidungen werden nach Aussage von Bildungsminister erst dann wieder getroffen, wenn es nachweislich mit sichtbaren und nachhaltigen Effekten für die innere Entwicklung der einzelnen Schule verbunden sind.
Die Selbstständigkeit der Schulen wird weiter im Land ausgebaut. Schulen sollten mehr Eigenverantwortung und Kompetenzen in pädagogischer, finanzieller sowie personeller Hinsicht erhalten. Auch im Hinblick auf ein klares Schulprofil ist eine Kooperation mit außerschulischen Partnern möglich. Die erforderlichen Rahmenbedingungen dazu werden nun geschaffen. Minister Tesch: "Wir haben zu lange geglaubt, wir könnten alles zentral regeln und wir müssten nur genügend Vorschriften erlassen, dann stelle sich der Erfolg automatisch ein."
Die vorgestellten Pläne zur zukünftigen Schule lassen sich nur gemeinsam - Schüler, Eltern und Lehrer - realisieren. Minister Tesch rief daher dazu auf: "Lassen Sie uns gemeinsam eine gute Schule von morgen bauen und damit ein solides Fundament für die Zukunft unseres Landes Mecklenburg-Vorpommern."
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