Ministerin Doris Ahnen auf dem Landeselterntag
"Im Mittelpunkt aller Veränderungen, die im Bildungssystem in Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahren eingeleitet wurden und aktuell eingeleitet werden, steht ein Ziel: Wir wollen durch gute Rahmenbedingungen und gezielte Unterstützung in den Schulen – und auch bereits in den Kindertagesstätten – dafür sorgen, dass alle Kinder und Jugendlichen eine möglichst gute Ausgangsposition für ihr weiteres Leben erhalten. Qualitätssteigerungen in der Bildung und mehr Chancengleichheit sind für uns zentrale Ziele." Das unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen heute auf dem Landeselterntag 2006 in Mülheim-Kärlich, in dessen Zentrum die Fragestellung stand: "Neue Lehrer, besserer Unterricht – wie viel Veränderung braucht Schule?"
04.11.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-PfalzEine gute und vertrauensvolle Kommunikation zwischen Schule und Elternschaft sei dabei eine der wichtigsten Säulen, unterstrich die Bildungsministerin. Sie dankte den Interessenvertretungen der Eltern auf Klassen-, Schul-, Regional- und Landesebene für ihr unermüdliches, ehrenamtliches Engagement in diesem Prozess und gratulierte zugleich dem Landeselternbeirat (LEB) zu seinem 40-jährigen Bestehen, das am kommenden Dienstag in einem Festakt bei Ministerpräsident Kurt Beck offiziell gefeiert wird. "Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit", betonte Doris Ahnen, die ankündigte, über die neue "Koordinationsstelle für Elternarbeit" im Bildungsministerium würden künftig der Informationsaustausch zwischen Politik, Schulverwaltung und Eltern sowie das Fortbildungsangebot für Eltern weiter ausgebaut und optimiert.
Die Schule stehe heute mehr denn je vor der Herausforderung, Bildung und Erziehung miteinander zu verbinden und alle Maßnahmen auf die bestmögliche Förderung von Schülerinnen und Schülern auszurichten, unterstrich die Ministerin: "Der Schwerpunkt der Landesregierung liegt klar auf qualitativen Verbesserungen des Bildungsangebots. Vieles ist schon auf dem Weg, doch es sind auch noch weitere Veränderungen nötig." Dabei setze die Landesregierung ein in sich geschlossenes Gesamtkonzept um, das vom Ausbau der frühen Förderung im Programm "Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an" über den konsequenten Ausbau des Ganztagsschulnetzes, die Erweiterung individueller Fördermaßnahmen, die wirksame Unterstützung der Qualitätsentwicklung in den Schulen bis zu einer praxisorientierten Reform der Lehrerausbildung reiche und von einer guten Unterrichtsversorgung durch eine kontinuierliche, verlässliche Einstellungspolitik flankiert werde. "Zusätzliche Akzente für mehr Chancengleichheit setzen wir im Bereich der Schulen unter anderem mit dem Sozialfonds für das Mittagessen an Ganztagsschulen und mit der Erhöhung der Mittel für die Lernmittelfreiheit um 50 Prozent und im Bereich der frühkindlichen Bildung und Betreuung mit den Schritten, die die Kindergärten für Eltern bis 2010 kostenlos machen", sagte Doris Ahnen.
Mehr als ein Viertel des Haushaltes investiere das Land in den Bildungsbereich, hielt die Bildungsministerin fest. Die Bemühungen zu Gunsten einer besseren Bildung und Erziehung seien aber umso erfolgreicher je besser die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Lehrerinnen, Lehrern, pädagogischen Fachkräften und den Eltern funktioniere. "Die Erfahrung belegt, dass Elternengagement hier im Land keine Worthülse ist, sondern gelebt wird. Eltern in Rheinland-Pfalz machen mit und bringen sich konstruktiv ein. Den Nutzen davon haben insbesondere die Schülerinnen und Schüler", unterstrich Doris Ahnen.
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