Mit Springschwänzen, Tauchroboter und Rapsseife zum Erfolg

17 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Brandenburg haben sich für den 42. Bundeswettbewerb von Jugend forscht qualifiziert. Die Landessieger 2007 wurden heute in Schwarzheide ausgezeichnet. Insgesamt waren 71 Teilnehmer mit 35 Projekten zum Landesentscheid angetreten, der von der BASF Schwarzheide GmbH ausgerichtet wurde.

29.03.2007 Brandenburg Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Gleich zwei Siegerprojekte befassen sich mit Umweltthemen: Bianca Klose (20), David Dahncke (19) und Steven Lechleitner (19) vom Marie-Curie-Gymnasium in Wittenberge suchten nach neuen Nutzungsmöglichkeiten für Reststoffe, die bei der Herstellung von Biodiesel anfallen. Als Alternative zur üblichen Verwendung als Futtermittel präsentierten sie unter anderem eine selbst hergestellte Rapsseife mit Peeling-Effekt. Damit siegten die drei Schüler im Fach Chemie. Marc Homeyer (15) untersuchte die Temperatur in den Klassenräumen seiner Schule. Durch Berechnungen stellte er fest, dass sich rund 15 Prozent der Heizkosten durch eine niedrigere Programmierung der Heizung und ein effizienteres Lüften einsparen lassen. Damit war der Schüler der Bernhardinum Oberschule in Fürstenwalde in Physik erfolgreich.

Im Fachgebiet Arbeitswelt überzeugten Tim-Philipp Durchholtz und Mathias Varchmin von der ZF Getriebe GmbH Werk Brandenburg die Jury mit ihrer selbst gebauten Prüfvorrichtung für Doppelkupplungsgetriebe. Das Gerät der beiden 19-jährigen Auszubildenden ist mobil nutzbar und sehr leicht zu bedienen. In Biologie beschäftigten sich Marie-Luise Funke (18) und Nick Reidow (18) vom Max-Steenbeck-Gymnasium in Cottbus mit den sogenannten Springschwänzen, einer Gattung der Gliedertiere. In ihrer Siegerarbeit analysierten sie die Wechselbeziehung zwischen den insektenähnlichen Tieren und ihrer aus Pilzen bestehenden Nahrung.

Den Zusammenstoß eines Himmelskörpers mit der Erde wollen die Landessieger in Geo- und Raumwissenschaften verhindern. Tobias Hartung (19), André Dietrich (19) und Heiko Mentzel (18) vom Friedrich-Schiller-Gymnasium in Königs Wusterhausen entwickelten ein satellitengestütztes System, das Position, Geschwindigkeit und Flugrichtung zum Beispiel von Meteoriten erkennen kann. In Mathematik/Informatik siegten Friedrich Martin Schneider (17), Ralf Malke (18) und Heiko Donat (18) vom Pestalozzi-Gymnasium in Guben mit ihrer Arbeit zur "Geometrischen Inversion als algebraische Struktur". Mit einem selbst konstruierten Tauchroboter errangen Martin Wuck (19), Christoph Löbert (19) und David Lenk (20) den Sieg im Fach Technik. Die Schüler der Gesamtschule Peter Joseph Lenné in Potsdam präsentierten ein computergesteuertes Unterwasserfahrzeug, das Temperaturen messen, Bodenproben nehmen und Videoaufnahmen anfertigen kann.

Nach den Landesentscheiden im März findet der 42. Bundeswettbewerb vom 17. bis 20. Mai 2007 in Hamburg statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Beiersdorf AG.

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