Mittlerer Schulabschluss an allgemeinbildenden Schulen Spitzenreiter
Rund 118 500 Schülerinnen und Schüler sind im Jahr 2014 von einer allgemeinbildenden Schule abgegangen. Dies waren knapp 1 300 weniger als im Jahr zuvor.
18.06.2015 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-WürttembergDamit hat sich der seit dem Schuljahr 2007/08 anhaltende rückläufige Trend der Abgängerzahlen, der nur durch den Abgang des "Doppel-Jahrgangs" (letzter G9-Zug und erster G8-Zug) der allgemeinbildenden Gymnasien zum Ende des Schuljahres 2011/12 unterbrochen wurde, fortgesetzt. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurde am häufigsten ein Realschul- bzw. ein diesem gleichwertiger Abschluss erzielt. Fast die Hälfte der Abgänger des Jahres 2014 ging mit solch einem mittleren Abschluss ab (Anteil: 47,8 Prozent). Der Anteil der Abgänger ohne Hauptschulabschluss lag bei 5,0 Prozent und damit etwas über dem Vorjahreswert (Anteil: 4,6%).
Zu berücksichtigen ist, dass von den rund 5 900 Abgängern ohne Hauptschulabschluss ca. 3 700 aus einer Sonderschule kamen. Die meisten dieser Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf hatten keinen Hauptschulabschluss angestrebt – sie besuchten eine Förderschule oder eine Schule für Geistigbehinderte. An diesen Schulen konnten gut 2 300 Schülerinnen und Schüler das Abschlusszeugnis der Förderschule und gut 1 000 den Abschluss der Schule für Geistigbehinderte erreichen. Mit Hauptschulabschluss verließ fast jeder fünfte Abgänger (19,1 Prozent) die Schule. Der Anteil derer mit Hochschulzugangsberechtigung lag bei 28,1 Prozent und setzte sich zusammen aus 27,9 Prozent mit Abitur und 0,2 Prozent mit Fachhochschulreife. Insgesamt liegen die genannten Anteile damit auf dem Niveau der Anteile des Vorjahres.
Mädchen erreichen im Durchschnitt (formell) höherwertige Abschlüsse als Jungen. Sie sind anteilig seltener ohne Hauptschulabschluss abgegangen (4,0 zu 5,8 Prozent) und auch seltener mit Hauptschulabschluss (16,8 zu 21,4 Prozent). Andererseits haben sie häufiger Abitur gemacht: Der Anteil der Absolventen mit Hochschulzugangsberechtigung lag bei den jungen Frauen bei 31,4 Prozent und bei den jungen Männern bei 25,0 Prozent. Keine geschlechtsspezifische Unterschiede gab es beim mittleren Abschluss (beide 47,8 Prozent).
Betrachtet man die Abgängerinnen und Abgänger mit Migrationshintergrund, gingen ebenfalls die meisten mit einem mittlerem Abschluss ab (Anteil: 47,9 Prozent). Unterschiede zu den Jugendlichen ohne Migrationshintergrund (47,7 Prozent) gab es hier kaum. Allerdings verließen anteilig deutlich häufiger Abgänger mit Migrationshintergrund ohne oder mit einem Hauptschulabschluss die Schule, als solche die keinen Migrationshintergrund haben. (40,1 zu 20,5 Prozent). Umgekehrt verhält es sich bei den Anteilen der Absolventen mit Hochschulzugangsberechtigung (mit Migrationshintergrund: 12,0 Prozent, ohne Migrationshintergrund: 31,8 Prozent)
Weitere Informationen unter www.statistik-bw.de/Pressemitt/2015147.asp
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